Rostock : S-Bahn soll wieder bis zum Überseehafen fahren

Die S-Bahnverbindung bis zum Überseehafen wurde 2012 aufgrund geringer Nutzerzahlen durch das Land aufgegeben.
Die S-Bahnverbindung bis zum Überseehafen wurde 2012 aufgrund geringer Nutzerzahlen durch das Land aufgegeben.

Rostocker SPD fordert Land zur Reaktivierung der Strecke auf. Auch der Anschluss bis zum Fährterminal ist im Gespräch.

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28. November 2019, 06:45 Uhr

Rostock | Rostock brauche nicht weniger, sondern mehr Verkehr auf der Schiene. Daher fordert die SPD-Fraktion der Rostocker Bürgerschaft vom Land, die S-Bahnverbindung bis zum Seehafen wiederzubeleben. "Da sowohl Land als auch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock Gesellschafter der Hafengesellschaft Rostock Port sind, dürfte die Umsetzung dieser Forderungen auf dieser Ebene kein Problem darstellen", erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Anke Knitter.

Verbindung eine Chance geben

Die Verbindung wurde 2012 aufgrund geringer Nutzerzahlen durch das Land aufgegeben. "Das stellt jedoch nur die halbe Wahrheit dar. Die S-Bahn-Verbindung hatte in den Jahren ihres Betriebs nie die Chance bekommen, durch eine sinnvolle Verknüpfung mit dem übrigen Nahverkehr in Rostock die Bedeutung zu erlangen, die sie hätte haben können", so Fraktionsvorsitzender Steffen Wandschneider-Kastell . Die zuletzt intensiv in den 2000er-Jahren unternommenen Versuche, eine solche Verknüpfung zu schaffen, seien laut Fraktion aber aus einer durch den damaligen Schuldenstand der Stadt entstandenen Angst vor Investitionen nicht umgesetzt worden.

"Dabei wären die damals kalkulierten Kosten im Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen für die Rostocker und die Gäste der Stadt niedrig gewesen", so der Vorsitzende. Ein weiteres Hindernis sei die Entfernung des S-Bahn-Endes zum Fährterminal von mehreren Hundert Metern gewesen. Würde die S-Bahn bis zum Fährterminal verkehren, so Wandschneider-Kastell, könnten aller Voraussicht nach erhebliche Steigerungen der Fahrgastzahlen erzielt und gleichzeitig der Individualverkehr in diesem Bereich vermindert werden.

Erhebliche Potenziale erwartet

"Die Hebung dieser Potenziale wird dazu führen, dass auf dieser Strecke erheblich mehr Effekte im Verhältnis zu den dafür notwendigen finanziellen Aufwendungen generiert werden können, als das auf der jetzt wiederbelebten Südbahn-Strecke zu erwarten ist", so Wandschneider-Kastell.

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