Rostock : 61-Jähriger attackiert Rollstuhlfahrer und Bahnmitarbeiter

Ein 61-jähriger Amerikaner schlägt eine Rollstuhlfahrerin und Bahn-Mitarbeiter, weil er alleine mit dem Fahrstuhl fahren wollte.
Ein 61-jähriger Amerikaner schlägt eine Rollstuhlfahrerin und Bahn-Mitarbeiter, weil er alleine mit dem Fahrstuhl fahren wollte.

Weil ein Amerikaner offenbar keine weiteren Personen im Fahrstuhl wollte, schlug er mit dem Regenschirm um sich.

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11. August 2019, 16:23 Uhr

Rostock | Keine Lust auf Gesellschaft hatte offenbar ein 61-jähriger Amerikaner. Er wollte am Sonntag gegen 11 Uhr den Fahrstuhl in der Vorhalle des Hauptbahnhofes nutzen, als er dort auf eine Gruppe bewegungseingeschränkter Personen traf. Als sie ebenfalls einsteigen wollten, versuchte der US-Amerikaner dies mit lautem Geschrei zu verhindern und versperrte ihnen mit seinem Regenschirm den Weg. Ein Mitarbeiter des Servicepoints der Deutschen Bahn bemerkte dies und wollte einschreiten. Daraufhin wurde er von dem aufgebrachten 61-Jährigen mit einen zusammengefalteten Regenschirm attackiert. Diesen konnte er abwehren. Verletzt wurde der Bahn-Mitarbeiter offensichtlich nicht, er brach jedoch später seinen Dienst ab.

Mann schlägt Rollstuhlfahrerin mit Regenschirm

Kurze Zeit später wollte der Amerikaner den Aufzug erneut nutzen. Ebenso zwei Rollstuhlfahrer. Auch ihnen versuchte er, die Einfahrt in den Fahrstuhl zu verwehren, was jedoch aufgrund elektronischer Sperren misslang. Daraufhin schlug er einer Rollstuhlfahrerin zweimal mit dem Regenschirm auf die Brust. Die Frau erlitt sichtbare Striemen im Bereich des Jochbeins. Durch die zwischenzeitlich eingetroffenen Mitarbeiter der DB Sicherheit konnten weitere Angriffe unterbunden werden. Sie fixierten den 61-Jährigen und übergaben ihn an eine Streife der Bundespolizei.

61-Jähriger an Obdachlosenunterkunft verwiesen

Die geschädigte lehnte eine medizinische Behandlung durch den herbeigerufenen Rettungsdienst ab. Sie wolle am nächsten Tag ihren Hausarzt zur weiteren Behandlung aufsuchen.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und den Mann an eine Unterkunft für Obdachlose verwiesen, da dieser weder über einen festen Wohnsitz im Bundesgebiet verfügt noch Verbindungen in die Staaten pflegt.

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