Rostock : Uni erhält Förderung in Millionenhöhe

Es ist das erste Mal, dass es einer Hochschule des Landes gelungen ist, eine der wichtigsten EU-Forschungsförderungen nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen.
Es ist das erste Mal, dass es einer Hochschule des Landes gelungen ist, eine der wichtigsten EU-Forschungsförderungen nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen.

EU vergibt zehn Millionen Euro an Rostocker und englische Forscher.

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11. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Rostock | Geldsegen für die Universität Rostock. Die Alma Mater erhält gemeinsam mit zwei englischen Hochschulen eine Förderung der Europäischen Union für Forschungszwecke über insgesamt zehn Millionen Euro. Gewährt werden die Mittel des Europäischen Forschungsrates für das gemeinsame Projekt zum "automatisierten Entwickeln innovativer Materialien" über einen Zeitraum von sechs Jahren. Laut Rostocker Universität ist es das erste Mal, dass es einer Hochschule des Landes gelungen ist, eine der wichtigsten EU-Forschungsförderungen nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen.

Wirksamkeit von Werkstoffen voraussehen

Zusammen mit den Universitäten Southampton und Liverpool wollen die Rostocker Forscher um Professorin Kerstin Thurow Rechenmodelle entwickeln, mit deren Hilfe Aussagen über die Eigenschaften innovativer Werkstoffe getroffen werden können, noch bevor diese überhaupt hergestellt werden, teilte die Hochschule am Freitag mit. Auf diese Weise, so die Uni Rostock, könnten Materialien schneller und kosteneffizienter entwickelt werden, beispielsweise für die Wasserstoffsynthese oder auch andere Anwendungsfälle.

Damit sich Forscher genau solchen Fragestellungen widmen können, die zu ambitioniert wären, als dass sie von nur einer Forschungseinrichtung allein erfolgreich bearbeitet werden könnten, hat die Europäische Union das spezielle Förderprogramm der ERC Synergy Grants aufgelegt. "Ich freue mich sehr, dass unser gemeinsamer Antrag erfolgreich war, an dem wir mit meinem ganzen Team in Rostock und den Partneruniversitäten in Southampton und Liverpool mehr als ein Jahr lang intensiv gearbeitet haben. Der Erfolg ist eine schöne Bestätigung und ein Ansporn, die im Projekt beschriebene Forschungsaufgabe erfolgreich zu lösen", sagte die Wissenschaftlerin Thurow über die Förderzusage.

Erfolg für die Rostocker Universität

Auch Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck ist erfreut über diesem Erfolg. "Dieses Projekt setzt eindrucksvoll um, was wir von Big Data und künstlicher Intelligenz in Verbindung mit Interdisziplinarität und Internationalität erwarten können, nämlich auch disruptive Innovationen", ist sich Schareck sicher.

Der Europäische Forschungsrat ist eine 2007 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Institution. Jedes Jahr vergibt er Forschungsförderungen in Höhe von zwei bis zehn Millionen Euro an ausgewählte Forschungsvorhaben.

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