Rostocker Hafen : Geplante Seekanalvertiefung Thema in Berlin

Mit der geplanten Seekanalvertiefung soll die Zukunftsfähigkeit des Rostocker Hafens gesichert werden. Die Arbeiten starten 2021.
Mit der geplanten Seekanalvertiefung soll die Zukunftsfähigkeit des Rostocker Hafens gesichert werden. Die Arbeiten starten 2021.

Vertreter von Rostock Port berichten über aktuelle und künftige Herausforderungen und Bedeutung des Hafens.

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16. Oktober 2019, 10:22 Uhr

Rostock/Berlin | Die geplante Vertiefung des Rostocker Seekanals ist am Mittwoch unter anderem Thema in Berlin. Bei einer maritimen Diskussionsrunde werden Vertreter von Rostock Port Mitgliedern des Bundestages die Bedeutung des Hafens als Schifffahrtsdrehscheibe und Wachstumsmotor für die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern erläutern und über aktuelle und künftige Herausforderungen für den Hafen berichten. Wenn sich die positive Entwicklung des Universalhafens fortsetzen soll, so Rostock Port, müsse die Zukunftsfähigkeit gesichert und investiert werden.

2021 soll es losgehen

Da der Trend in der Schifffahrt zu größerer Tonnage geht, sei die Vertiefung des Kanals auf 16,50 Meter Wassertiefe eine entscheidende strategische Maßnahme zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Die entsprechenden Planfeststellungsunterlagen für das Vorhaben hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund als Bauherr Mitte September auslegen lassen. Für mehr als 100 Millionen Euro will der Bund die etwa 15 Kilometer lange Hafenzufahrt vertiefen, damit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 15 Metern die Hansestadt sicher anlaufen können. Die Arbeiten dafür sollen 2021 beginnen und etwa zweieinhalb Jahre dauern. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung wurde das Projekt als vordringlicher Bedarf eingestuft und ist im Wasserstraßenausbaugesetz des Bundes enthalten.

Maßnahme unverzichtbar

"Die Seekanalvertiefung in Rostock ist unverzichtbar, um die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Sektoren in Ostdeutschland wie Raffinerien, Stahlwerke, Nahrungsmittel- und Baustoffindustrie zu sichern", sagt Eckhardt Rehberg, Vorsitzender der Landesgruppe MV der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. "Bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern gelingt es uns wasserseitig zunehmend, ein ausgewogenes Verhältnis wirtschaftlicher und ökologischer Interessen zu erreichen. Um aber die angestrebte Verschiebung des Modal Split hin zu see- und bahngestützten Verkehrslösungen zu schaffen, müssen wir auch den Ausbau der entsprechenden landseitigen Infrastrukturen noch mehr vorantreiben", fügt Claudia Müller, Bundestagsabgeordnete der Bündnis 90/Die Grünen, hinzu.

Vorbereitungen laufen

Angestrebt werde eine zügige Durchführung des laufenden Planfeststellungsverfahrens, teilt Holger Brydda, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit. "Bereits jetzt bereiten wir uns darauf vor, unmittelbar nach dem bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss mit den Baggerungen loslegen zu können“, so Brydda.

Mit der Vertiefung werden laut Hafen die Voraussetzungen für zukünftige Verkehrsströme und Umschlagpotenziale insbesondere im Massengutbereich gelegt, so Jens A. Scharner, Geschäftsführer von Rostock Port.

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