Rostock : Unimedizin steuert auf Minus von rund 30 Millionen Euro zu

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Auch im kommenden Jahr müsse mit einem Defizit gerechnet werden.

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28. November 2019, 17:53 Uhr

Unter dem Eindruck eines zu erwartenden Minus von rund 30 Millionen Euro für dieses Jahr kommt am Freitag der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Rostock zusammen. Es wird die erste Sitzung sein, die vom früheren Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender geführt wird.

Auch im kommenden Jahr müsse mit einem Defizit von 28,7 Millionen Euro gerechnet werden, wie die "Ostsee-Zeitung" am Donnerstag online berichtete. Für den Freitagnachmittag wurde eine Pressekonferenz anberaumt, dort wolle Brodkorb Details über die Lage der Uniklinik Auskunft geben. Er war Ende Oktober zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Unikliniken Rostock und Greifswald berufen worden.

Tarifsteigerungen und Verluste

Noch im Jahr hatte 2017 hatte die Uniklinik ein Plus von rund neun Millionen Euro ausgewiesen. Die jetzigen Minuszahlen lägen unter anderem an den teils massiven Tarifsteigerung für das Personal und Verluste bei Tochterfirmen, hieß es aus dem Klinikumfeld.

Nach Informationen der "Ostsee-Zeitung" könnte es am Freitag auch um die künftige Besetzung des fünfköpfigen Vorstands gehen. Anfang des Jahres hatte die Medizinprofessorin Gabriele Nöldge-Schomburg für ein Jahr den Vorstandsvorsitz kommissarisch übernommen. Diesen Posten hatte zuvor Professor Christian Schmidt inne. Er war nach Vorwürfen um zweifelhafte Geschäftspraktiken zunächst freigestellt und dann als Ärztlicher Vorstand wieder eingesetzt worden.

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