Warnemünde : Paparazzi-Chef plant neue Terrasse

Servicekraft Oliwia Bartknecht zeigt den Plan, wie sich ihr Chef Nihat Ünlü die Ecke vorstellt. Sie soll nicht zur Gaststätte gehören, sondern ein Platz sein, wo sich jeder auch ohne Verzehrzwang hinsetzen kann.
Servicekraft Oliwia Bartknecht zeigt den Plan, wie sich ihr Chef Nihat Ünlü die Ecke vorstellt. Sie soll nicht zur Gaststätte gehören, sondern ein Platz sein, wo sich jeder auch ohne Verzehrzwang hinsetzen kann.

Betreiber Nihat Ünlü will mit mobiler Konstruktion Plätze mit Blick auf den Alten Strom bieten. Bausenator pocht auf Erhalt von Grünflächen.

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13. August 2019, 16:57 Uhr

Warnemünde | Gastronom Nihat Ünlü hat konkrete Vorstellungen, wie er die angrenzenden Grünflächen an seinem Restaurant Paparazzi gestalten möchte: Die hat er kürzlich auch den Mitgliedern des Bauausschusses des Warnemünder Ortsbeirats unterhalb seines Restaurants am Südende des Alten Stroms präsentiert. "Ich hoffe auf eine Zustimmung des Bau- und Grünamtes der Hansestadt", sagt Ünlü.

Mit Erlaubnis auf Zeit einverstanden

Der Gastronom möchte die zum Strom liegende Terrasse sanieren und die Flächen so umgestalten, dass dort Plätze mit Blick auf den Strom entstehen. "Die sollen aber von allen nutzbar und ohne Verzehrzwang sein", so Ünlü. Dafür möchte er eine Holzterrasse errichten, wo jetzt Sträucher stehen. Die Bäume wären von seinen Plänen nicht betroffen. "Und da es sich nicht um einen Festbau handeln würde, könnte er jeder Zeit wieder weggenommen werden, wenn er den Plänen zur Umgestaltung der Mittelmole im Wege steht", erklärt Ünlü. Auch mit einer Befristung wäre der Gastronom durchaus einverstanden.

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"Wir würden das für zulässig halten, weil es eine derzeit nicht genutzte Ecke ist und könnten uns ebenfalls eine Befristung vorstellen", sagt Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) zu den Plänen. Der Bauausschuss plädiert für das Vorhaben, empfiehlt aber ein persönliches Gespräch zwischen Beirat und Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Der erklärt: "Das Ortseingangsbild am Fuße der Brücke wurde äußerst positiv durch den neuen Betreiber aufgewertet. Die großen Nutzerzahlen geben ihm Recht."

Senator will grüne Ecke zum Bahnhofspark erhalten

Er fügt allerdings ein Aber hinzu: "Bereits auf der Rückseite hat der Gastronom einen Traufbereich einer Buche zum Parkplatz umgenutzt, an dem Thema ist das Grünamt dran. Und im vorderen Bereich sollte wenigstens eine von vier Brückenecken grün bleiben – als Auftakt zum Bahnhofspark", so Matthäus. In Kürze wird eine Entscheidung aus dem Amt erwartet.

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