Wasserrohrbruch in Rostock : Auto versinkt in riesigem Loch

Das Auto versank fast komplett in dem Loch.
Das Auto versank fast komplett in dem Loch.

Die Fahrerin kommt mit einem Schrecken davon. Zehntausende Rostocker sind vorübergehend ohne fließend Wasser.

nnn.de von
15. Mai 2019, 14:47 Uhr

Rostock | Riesenschreck für eine Autofahrerin auf der vielbefahrenen Neubrandenburger Straße: Durch einen Wasserrohrbruch tat sich dort am Mittwochvormittag ein rund zehn mal zehn Meter großes Loch auf, in das ihr Auto versank. Wie eine Polizeisprecherin berichtete, konnte sich die Frau unverletzt retten. "Sie muss einen Schutzengel gehabt haben." Denn das Auto war letztlich zu gut drei Viertel im schmutzigen Wasser versunken.


Es gebe auch noch keine genauen Erkenntnisse darüber, wie das Auto in das Loch geraten war. Offenbar war die Autofahrerin aus Kessin kommend in Richtung Weißes Kreuz unterwegs, als sie kurz nach dem Überqueren des Bahnüberganges auf der rechten Straßenseite sprudelnde Wasserbewegungen aus dem Asphalt wahrnahm. Deshalb wich sich nach links aus, um die Gefahrenstelle zu umfahren. Da dort anscheinend bereits die gesamte Straße in dem Bereich unterspült war, brach die Betondecke ein. Das Auto stürzte in den Krater und versank. Passanten hatten das Unglück bemerkt und der Fahrerin geholfen, das sinkende Auto über die hintere Tür zu verlassen.

Laut Polizei konnte der Autofahrer sein Fahrzeug unverletzt verlassen.
Niels Draschaft
Laut Polizei konnte der Autofahrer sein Fahrzeug unverletzt verlassen.

Warum das Rohr mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern brach, konnte eine Sprecherin des lokalen Wasserversorgers Nordwasser nicht sagen. Die Leitung sei nicht marode gewesen. Da zunächst unklar war, welche Leitung betroffen war, wurden zwei Hauptversorgungsleitungen kurzfristig gekappt, um den weiteren Wasseraustritt zu stoppen. Mehrere Zehntausend Menschen waren für gut zwei Stunden ohne fließendes Wasser, bis die Leitungen nach und nach wieder gefüllt waren. Davon waren auch öffentliche Gebäude wie Schulen betroffen. Die Nordwasser-Sprecherin berichtete, dass Rostock eine vergleichsweise geringe Rohrbruchquote habe.

Auch der Bahnverkehr wurde eingestellt.
Stefan Tretropp
Auch der Bahnverkehr wurde eingestellt.

Da das gebrochene Rohr in unmittelbarer Nähe zu einem Bahnübergang und den Gleisen liegt, wurde auch der Bahnverkehr von Rostock in Richtung Stralsund und Rügen vorübergehend eingestellt. Auf der Strecke fahren auch IC- und ICE-Züge. Wie ein Bahnsprecher sagte, fuhr nach rund zwei Stunden ein erster Zug vorsichtig über die betroffene Stelle. Schnell sei klar gewesen, dass sie gefahrlos zu passieren ist. Insgesamt elf Züge seien von der Sperrung betroffen gewesen und hätten entsprechend Verspätung gehabt. Im Regionalverkehr seien Busse eingesetzt worden, Fernzüge wurden umgeleitet.

Auch die Besucher des nahe gelegenen Einkaufsmarktes konnten das Areal nicht verlassen.
Stefan Tretropp
Auch die Besucher des nahe gelegenen Einkaufsmarktes konnten das Areal nicht verlassen.

Auch die Besucher eines angrenzenden Supermarktes konnten den Parkplatz zeitweise nicht verlassen, da die Situation zu gefährlich war. Der gesamte Bereich beim Weißen Kreuz war abgesperrt.

Das Wasser sprudelte bis zur Kreuzung Mühlendamm/Tessiner Straße.
Stefan Tretropp
Das Wasser sprudelte bis zur Kreuzung Mühlendamm/Tessiner Straße.

Wie Nordwasser mitteilt, wurde die Einfallstelle nach Beheben des Lecks abgepumpt, der betroffene Straßenbereich gereinigt, so dass der Abschnitt Weißes Kreuz/ Neubrandenburger Straße 10 wieder befahrbar ist. Die sich anschließenden Reparaturarbeiten an der betroffenen Leitung machen eine weitere Vollsperrung der Neubrandenburger Straße auf Höhe des Bahnüberganges notwendig.

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