Giftalarm auf Bauhof bei Rostock : Ätzende Dämpfe verletzen neun Männer

Mehr als 50 Hilfskräfte sind in Bargeshagen im Einsatz. Nonstopnews
Mehr als 50 Hilfskräfte sind in Bargeshagen im Einsatz. Nonstopnews

In einer Firma für Baustoffe bei Rostock hat gestern ein Chemieunfall für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Auf dem Gelände in Bargeshagen traten ätzende Dämpfe aus. Neun Menschen wurden verletzt.

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15. Februar 2012, 07:41 Uhr

Bargeshagen | Großeinsatz gestern Mittag in Bargeshagen, Landkreis Rostock: Gegen 13 Uhr werden Feuerwehr, Sanitäter, der Notarzt und der Katastrophenschutz in das Gewerbegebiet gerufen. In einer Firma für Systembaustoffe klagen mehrere Mitarbeiter über Atemwegsreizungen. Ein gefährlicher Stoff scheint sich bei den Arbeiten freigesetzt zu haben. Im Gewerbegebiet hat sich ein stechender Geruch verbreitet.

Um die 50 Hilfskräfte, darunter auch ein ABC-Einsatztrupp, kommen, um den Verletzten zu helfen. Vier Mitarbeiter müssen sofort in einem Zelt untersucht werden. Durch den Einsatz haben auch fünf Feuerwehrkräfte Reizungen in den Atemwegen erlitten. Nach kurzer Zeit steht aber fest: Keine der neun Personen wurde bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzt. "Wir können Entwarnung geben", sagt der leitende Notarzt Gernot Rücker.

Welcher Stoff für die Atemwegsreizungen gesorgt hat, ist unklar. Zwar konnte mit einem Messgerät eine gewisse Konzentration festgestellt werden, die genaue Chemikalie ließ sich jedoch gestern nicht bestimmen. Die ätzenden Dämpfe sind bei der Verarbeitung von Industriebehältern entstanden, sagt Ralf Kurths, Sachgebietsleiter des Brandschutzes im Landkreis Rostock. "Die Container fassen sonst 800 Liter Flüssigkeit. Wahrscheinlich hat sich ein Rest gebildet und ist ausgelaufen."

Die umliegenden Anwohner seien durch die Dämpfe nicht gefährdet gewesen.

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