Rostock : Aggressive Sprayer: Polizist zückt die Waffe

Was als Routineeinsatz begann, eskalierte in der Nacht zu Donnerstag beinahe in Rostock.
Was als Routineeinsatz begann, eskalierte in der Nacht zu Donnerstag beinahe in Rostock.

Nächtliche Suche nach Sprayern eskaliert beinahe völlig. Erst Verstärkung kann die Lage beruhigen.

nnn.de von
13. September 2018, 20:45 Uhr

Die Fahndung nach zwei Graffiti-Sprayern, die in der Lindenstraße aktiv gewesen sein sollen, ist in der Nacht zu Donnerstag fast eskaliert. Nur gerade noch rechtzeitig eingetroffene Verstärkung verhinderte Schlimmeres – ein Polizist hatte seine Waffe bereits gezückt. Das war passiert: Als die aufgrund der Sachbeschädigung gerufenen Beamten gegen 2.30 Uhr vor Ort eintrafen, waren die Sprayer bereits verschwunden. Der Mitarbeiter eines Wachdienstes erklärte allerdings, dass sie aus dem Jugendalternativzentrum (Jaz) nebenan gekommen seien.

Als die Polizisten daraufhin zwei Männer ansprachen, konnten diese sich nicht ausweisen. Deswegen sollten sie die Beamten zum Streifenwagen begleiten. Dabei bepöbelten die beiden die Polizisten zunächst, dann kam es zu körperlichen Angriffen. In der Folge strömten acht weitere Personen aus dem Jugendzentrum und mischten sich verbal ein. Diesen Moment nutzen die beiden Verdächtigen, um in der mit ihnen sympathisierenden Gruppe Schutz zu suchen. Aus der Gruppe heraus wurden die Beamten beschimpft und bedroht. Die Situation entwickelte sich so weit, dass einer der Polizisten zu seiner Dienstwaffe griff und die Gruppe aufforderte stehen zu bleiben. Im selben Moment traf dann die Verstärkung ein und die Lage beruhigte sich wieder.

Die Männer erwarten nun Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Sachbeschädigung.

Schon früher in der Nacht hatten Polizisten es mit einem anderen Schläger zu tun bekommen. Gegen 1 Uhr waren sie in den Studentenkeller gerufen worden, weil dort ein offensichtlich alkoholisierter 28-Jähriger mehrere Gäste aggressiv angepöbelt haben soll. In der Folge kam es zu einer Rangelei zwischen mehreren Personen, bei der ein 29-Jähriger einen Schlag ins Gesicht abbekam. Als die Beamten vor Ort eintrafen, wollte der Verdächtige gerade mit einem Taxi davonfahren. Das Taxi konnte gestoppt werden, der Rostocker stieg aus, reagierte äußerst aggressiv, beleidigte die Beamten und griff sie an. Daraufhin kam es zum Einsatz von Reizstoff. Eine Atemalkoholmessung ergab 1,76 Promille.

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