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Ein Artikel der Redaktion NNN

Judo Die ganze Halle singt für das Bronze-Geburtstagskind

Von Peter Richter | 27.01.2019, 15:45 Uhr

Annika Würfel vom VfK Bau ist bei ihrer ersten Teilnahme an Deutschen Frauen-Meisterschaften gleich Dritte geworden

Judoka Annika Würfel vom VfK Bau hat am Sonnabend in Stuttgart bei ihrer ersten Teilnahme an Deutschen Frauen-Meisterschaften gleich eine Bronzemedaille erkämpft. An ihrem 19. Geburtstag machte sie sich selbst das schönste Geschenk, denn mit diesem dritten Platz darf sie höchstwahrscheinlich am Grand Slam vom 22. bis 24. Februar in Düsseldorf teilnehmen. Dort ist die gesamte Weltspitze am Start. Wohlgemerkt: die der Frauen. Dabei kämpft Annika noch lange erst in der Altersklasse U 21!

In dem 22 Sportlerinnen zählenden Feld brachte es die mittlerweile in Berlin lebende Rostockerin auf vier Siege bei einer Niederlage und berichtete anschließend: „Die ersten drei Kämpfe habe ich eigentlich sehr souverän gewonnen, musste auch nicht über die volle Zeit gehen. Das Halbfinale war sehr ausgeglichen mit Golden Score (Verlängerung – d. Red.). Nach insgesamt fast zehn Minuten Kampfzeit (statt vier) musste ich mich meiner starken Gegnerin aus Bayern doch geschlagen geben. Aber sie ist auch fünf Jahre älter, und ich war trotzdem zufrieden mit meiner Leistung. Im Duell um den dritten Platz besiegte ich meine Kontrahentin wieder vorzeitig. Bei der Siegerehrung hat dann die ganze Halle für mich gesungen und ich wurde rot wie ’ne Tomate, habe mich aber sehr gefreut. Es war ein gelungener Tag!“

Das fand auch Trainer Dirk Spörcke: „Im Halbfinale hat Annika mehr investiert und riskiert, hatte Nathalie Rouvière schon am Rande der Niederlage, wurde dann aber bei eigenem Wurfansatz ausgekontert. Nach kurzer Enttäuschung rappelte sie sich schnell wieder auf und lief im Kampf um Bronze noch mal zu Höchstform auf.“

Annikas Kämpfe: Siegen über Sabrina Blum (ESV Olympia Köln), Anneliese Trappe (TSV Teisendorf) und Ellen Flohr (Post Südstadt Karlsruhe) folgte im Halbfinale gegen die spätere Vize-Meisterin Nathalie Rouvière (TSV München Großhadern) die einzige Niederlage, ehe die Rostockerin im über Bronze entscheidenden Duell Tamara Ohl (JC Wiesbaden 1922) bezwang.

Deutsche Meisterin wurde Serena Thumm vom TV 1846 Mosbach. Gemeinsam mit Annika Würfel belegte auch Lena Sophie Grulich vom UJKC Potsdam Platz drei.