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FC Hansa Rostock „Ich kann mich jetzt ja nicht duschen oder waschen“

Von André Gericke | 27.01.2019, 18:18 Uhr

Der FC Hansa startet mit einem 0:2 bei Eintracht Braunschweig in die Rückrunde der 3. Fußball-Liga.

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat den Punktspiel-Auftakt 2019 verpatzt. Mit 0:2 (0:0) verloren die Ostseestädter bei Schlusslicht Eintracht Braunschweig und sollten die untere Tabellenhälfte weiterhin im Blick haben. Mit 27 Punkten ist der FCH jetzt Elfter und hat nur noch fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 17.

Spielentscheidend waren die Szenen rund um die Führung der Niedersachsen in der 51. Minute. Hansa-Kapitän Oliver Hüsing wollte unmittelbar vor dem Eckball, der zum 0:1 durch Benjamin Kessel führte, auf den Platz zurück. Doch Schiedsrichter Martin Petersen schickte den Innenverteidiger wieder vom Rasen. „Wir haben die Wunde auf der Nase getackert, es war dicht. Dass ich noch irgendwo Blut an den Händen oder sonstwo habe, ist klar. Das hatte ich auch noch in der 90. Minute. Dann darf er mich gar nicht mehr raufschicken. Ich kann mich jetzt während des Spiels nicht duschen oder waschen. Eine Minute später, als er mich nach dem Tor wieder rauflässt, da war nichts anderes. Da sah ich genauso aus, daher verstehe ich es nicht und macht es auch keinen Sinn für mich“, beschrieb Hansa-Kapitän Oliver Hüsing, der zuvor von einem Gegenspieler das Knie an die Nase bekam, die Situation.

Besonders ärgerlich: „Das Tor fällt auch ungefähr von der Position, für die ich eingeteilt bin. Das ist natürlich doppelt bitter. Am Ende ist es dann auch spielentscheidend, wenngleich wir uns insgesamt auch an die eigene Nase fassen müssen“, so Oliver Hüsing weiter.

Erwartungsgemäß schickte der neue Rostocker Coach Jens Härtel eine Dreierkette in der Abwehr mit Oliver Hüsing, Kai Bülow und Julian Riedel auf den Platz. Bei gegnerischem Ballbesitz machten Stefan Wannenwetsch (rechts) und Lukas Scherff (links) eine Fünferkette draus. Vor der Abwehr agierte Jonas Hildebrandt, offensiv im Mittelfeld Mirnes Pepic und Merveille Biankadi. In der Spitze vertraute der Trainer auf Cebio Soukou und Marco Königs.

Das Schlusslicht legte los wie die Feuerwehr und setzte Hansa zu Beginn mächtig zu. Doch Marcel Bär (3. und 14./ beide Male gemeinschaftlich zur Ecke geklärt), Bernd Nehrig (7./Flachschuss daneben) und Robin Becker (12./per Kopf drüber) vergaben die Möglichkeiten für die Hausherren, die anschließend das Tempo etwas drosselten. Dadurch kamen die Rostocker etwas besser in die Partie, ohne aber in der Offensive brandgefährlich zu werden. Wannenwetsch gab aber zumindest den ersten Torschuss im Jahr 2019 ab (16./daneben). Wenig später bügelte Hüsing einen Fehler von Bülow aus (24.). Danach kam Hansa besser in die Partie und hatte ein paar Ansätze von Torgefahr.

Nach dem 0:1 zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Jens Härtel das Risiko und stellte auf Viererkette in der Abwehr sowie auf einen Dreiersturm um (66.). Zwei Minuten später hätte eine Co-Produktion der eingewechselten Maximilian Ahlschwede (Flanke) und Pascal Breier (Kopfball) fast zum Ausgleich geführt. Doch Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic parierte. In der 88. Minute verfehlte der aufgerückte Oliver Hüsing nur knapp das Tor, und im Gegenzug machten die Gastgeber per Konter durch Mike Feigenspan alles klar.