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FC Hansa Rostock 0:2 beim SV Wehen Wiesbaden

Von Peter Richter | 03.02.2019, 15:52 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat am Sonntagnachmittag beim SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 (0:1) verloren.

Damit haben sich die Hansestädter für den Rest der Saison auf den Kampf gegen den Abstieg zu konzentrieren. Es sind nur noch vier Punkte Vorsprung...

Die Start-Elf der Gäste war personell dreimal verändert worden. Coach Jens Härtel brachte Maximilian Ahlschwede erstmals nach seiner Rückkehr zum FCH von Beginn an, verschaffte Tanju Öztürk, Neuzugang vom KFC Uerdingen, nach nur ganz wenig Mannschaftstraining sein Debüt im Hansa-Trikot und schickte zudem Amaury Bischoff ins Rennen. Und das war einerseits überraschend, andererseits hatte zuletzt auch einiges darauf hingedeutet, dass das vermeintliche "Auslaufmodell" erstmals seit dem 22. September 2018 (damals beim 0:0 in Großaspach eingewechselt) wieder für Rostock in der 3. Liga spielen würde.

Damit war auch klar, dass Härtel doch erneut auf eine Dreierkette in der Abwehr setzte und seine Überlegungen, auf vier Verteidiger "aufzustocken", verworfen hatte.

Im Vergleich zur Anfangsformation beim 0:2 in Braunschweig blieben diesmal Stefan Wannenwetsch, Kai Bülow (nicht mal im Kader) und Jonas Hildebrandt draußen. Der zweite "richtige" Neue, Guillaume Cros vom FC Carl Zeiss Jena, stand noch nicht im 18er-Aufgebot.

Die Weiß-Blauen begannen im 3-4-3 mit Merveille Biankadi als drittem Offensiven, im Rückwärtsgang verstärkten Ahlschwede und Lukas Scherff die hinterste Linie. Nicht unerwartet versuchten beide Mannschaften erst einmal ihre Linie, ihren Rhythmus zu finden. Überraschungsmomente ergaben sich dabei hüben wie drüben keine, wie so oft musste ein Standard herhalten, damit endlich wirklich was passiert. Bedauerlich, dass ausgerechnet Öztürk es war, der mit einem Foul Wehen Wiesbaden einen Freistoß halbrechts aus etwa 18 Metern Torentfernung "bescherte". Kuhn trat an und traf mit platziertem Stoß (24.). Im sage und schreibe siebenten Spiel hintereinander war der FC Hansa mit 0:1 in Rückstand geraten.

Anschließend waren die Hessen dem 2:0 näher als die Mecklenburger dem Ausgleich. Vor allem in der 41. Minute, als ein nicht voll getroffener Ball von Lorch Richtung Rostocker Tor trudelte, Hansch setzte nach, doch Bischoff konnte mit großem Einsatz blocken und so den erneuten Gegentreffer verhindern.

Eine (es war allerdings auch die einzige) verheißungsvolle Situation hatten auch die Ostseestädter, als Scherff gut Biankadi gesehen hatte, der jedoch die Kugel in bester Position verpasste - und damit auch den ersten Torschuss der Gäste in dieser Partie (31.).

Nach der Pause abermals Freistoß für Wehen Wiesbaden, ähnliche Position wie beim 1:0, nur etwa fünf Meter weiter weg. Schmidt schießt, aber kein Problem für Gelios, der den Ball fängt (52.). Die Roten weiter am Drücker, Hansa fiel kaum etwas ein - bis Soukou mit scharfer Eingabe, die Königs knapp verfehlte, immerhin die erste Ecke für den FCH herausholte (56.). Diese brachte Scherff gut herein, Hüsing verpasste nur knapp den Ball, ebenso wie Königs im weiteren Ablauf der Szene, als Ahlschwede von der anderen Seite den Ball zurück in den Strafraum brachte. Wenig später Soukou auf Biankadi, und der trifft wieder nicht den Ball (59.)! Es war die beste Phase des FC Hansa, doch er kam einfach nicht in den Abschluss. Auch nicht Königs: scharfer Pass von Soukou und erneut nicht drangekommen (63.)!

Auf der Gegenseite fast das 2:0 für den SVWW, Bischoff, der eine gute Leistung zeigte, rettete mit dem Kopf auf der Linie bei dem Versuch von Schmidt, der sonst drin gewesen wäre (64.).

Jens Härtel brachte fast zeitgleich mit Pascal Breier (65.) und Marcel Hilßner (67.) zwei frische offensive Kräfte. Prompt kamen die Weiß-Blauen vor den 3127 Zuschauern in der Brita-Arena endlich einem Tor wirklich nahe, als Breier nach Freistoß von Hilßner frei zum Kopfball kam, aber Keeper Kolke abwehren konnte (71.). In der 76. Minute zog Härtel seine letzte Option: Evseev für Pepic.

Es nützte aber alles nichts mehr: Hansa kam zwar nach 0:3 noch zu 5:3 Ecken, ist jedoch zur Zeit vor dem gegnerischen Tor einfach zu harmlos, deshalb ging das nunmehr siebente Spiel in Folge ohne Sieg in Ordnung. Für den Endstand sorgte Gül mit Flachschuss von der Strafraumgrenze (88.).

Weiter geht es am nächsten Sonnabend um 14 Uhr im Ostseestadion mit der Partie gegen die SpVgg Unterhaching. Deren Spiel gegen Cottbus, das ebenfalls am Sonntag hätte stattfinden sollen, fiel wegen des Wintereinbruchs in Bayern aus.

FC Hansa: Gelios - Hüsing, Bischoff, Riedel (V) - Ahlschwede, Öztürk, Pepic (76. Evseev), Scherff - Biankadi (65. Breier), Königs (67. Hilßner), Sokou (V)

Tore: 1:0 Kuhn (24.), 2:0 Gül (88.)