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FC Hansa Rostock „Wir wollen gewinnen und die Null halten“

Von Thomas Baake | 15.02.2019, 16:38 Uhr

Linksverteidiger Nico Rieble äußerst sich über Abwehrformationen und den nächsten Gegner, die Kickers aus Würzburg

Der FC Hansa Rostock scheint seine Abwehrformation für die nächsten Spiele in der 3. Fußball-Liga gefunden zu haben. Das Zauberwort lautet Viererkette. Also vier Abwehrspieler auf einer Linie. Wie beim ersten Erfolg in der Rückrunde beim 2:0-Heimsieg gegen Unterhaching. Ein Teil der Kette war/ist Nico Rieble. Der 23-Jährige spielte den linken Part. „Es ist immer schön, zu null zu gewinnen. Die Viererkette liegt uns. Wir haben sie die vergangenen Jahre schon gespielt“, so Rieble über das potenzielle Erfolgsrezept.

Aber warum funktionierte das Rezept in den Auswärtspartien in Braunschweig und Wiesbaden nicht? Da ließ Coach Jens Härtel mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agieren. Nico kann beide Taktiken spielen und ist variabel. „Ich habe keine bevorzugte Variante“, erklärt Hansas Nummer 29. Der Unterschied liegt darin, dass Rieble und seine Außenverteidiger-Kollegen bei einer Fünferkette ganz allein die jeweilige Seite „beackern“. In der Partie gegen die Oberbayern im Ostseestadion hatte Nico Unterstützung von Lukas Scherff. So agierte der 23-Jährige auf dem defensiven Part. In der Offensive zeigte sich Lukas. „Mit Scherff hat es gut geklappt. Er ist 90 Minuten marschiert“, beschreibt Rieble die Zusammenarbeit auf dem linken Flügel. Der Ex-Bochumer kann aber keinesfalls nur auf links ran. Innenverteidiger geht auch. Seine Kopfballstärke zeichnet ihn trotz „nur“ 1,83 Meter Körpergröße aus. Die Vielseitigkeit hinsichtlich der Position sei als Vorteil anzusehen, der Trainer entscheide, wer wo aufgestellt werde und auch die Kettenformation. Die ist meist auf den Gegner bezogen.

Nach den Unterhachingern erwartet Rieble und seine Mannschaftskollegen am Sonntag ab 13 Uhr der nächste Gegner aus Bayern. Pardon, aus Franken. Die Würzburger Kickers bitten zum Gastspiel…

An das Hinspiel im August an der Ostsee hat Nico keine so guten Erinnerungen. Als Innenverteidiger eingesetzt, musste er verletzt vom Feld. „Es war ein Schlag auf die Wade“, so der Abwehr-Allrounder über den Grund der Auswechslung. Und das 0:4 im eigenen Stadion war auch nicht erfreulicher.

Worauf müssen sich Fans und Spieler im Frankenland einstellen? „Das ist ein kleines hitziges Stadion. Sie agieren mit langen Bällen in die Spitze und machen dort diese fest“, analysiert Rieble die Kickers samt Spielstätte. In Würzburg lief der gebürtige Rastätter schon mal im Gäste-Team auf, als Bernd Hollerbach noch Trainer der Franken war. Für die Verteidigung bedeute die Spielweise der Kickers: „Ich muss an meinem Mann bleiben und ihn festmachen“, so Hansas Linksverteidiger.

Mit diesem Ziel treten die Hanseaten die lange Reise an: „Wir wollen nach dem guten Ergebnis von 2:0 gegen Unterhaching erneut gewinnen. Wir wollen die Null halten und vorne zwei oder drei Buden machen“, gibt Nico Rieble die Marschrichtung vor.

Königs muss nicht operiert werden

Für Marco Königs sieht es besser aus als erhofft: Sein gebrochener Mittelfuß muss nicht operiert werden. Der Stürmer wird konservativ behandelt und erhält einen Spezialschuh.

Oliver Hüsing zu Union Berlin?

Kapitän Oliver Hüsing zu Gerüchten, nach denen er im Sommer zum 1. FC Union Berlin wechselt: „Ich beschäftigte mich nicht damit, konzentriere mich voll auf das Spiel in Würzburg. Alles andere wird sich zeigen.“

Tobias Fritsch pfeift

Schiedsrichter der Partie am Sonntag ist der Mainzer Tobias Fritsch. Unter den etwa 5000 erwarteten Zuschauern werden 800 Gäste-Fans sein.