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Handball Die Heimweste bleibt blütenweiß

Von Bernd-Dieter Herold | 17.02.2019, 16:31 Uhr

Die Männer des HC Empor Rostock kommen dank einer guten Angriffsleistung zu einem 32:26 über die Füchse Berlin II

Auch die Füchse Berlin II haben die Ospa-Arena nicht gestürmt. Mit einer guten Angriffsleistung fegte der HC Empor, Spitzenreiter der 3. Handball-Liga Nord, am Samstagabend die Gäste mit 32:26 (18:14) vom Parkett und bewahrte auch im elften Heimspiel der Saison die blütenweiße Weste. Letztmalig im eigenen „Haus“ hatten die Rostocker am 28. April 2018 beim 23:25 gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin beide Zähler abgegeben.

Die Einheimischen brauchten allerdings 20 Minuten, um sich vom Kontrahenten zu lösen. Bis zum 11:11 profitierten die Gäste vor allem von einer zu defensiv stehenden HCE-Abwehr. Auch machte Robert Wetzel im Tor nicht gerade den sattelfestesten Eindruck, wurde folgerichtig in der zweiten Halbzeit durch Leon Mehler ersetzt. Erst als Empor offensiv-aggressiv deckte, waren die Berliner mit ihrem Latein am Ende. Aus der veränderten Variante ergaben sich viele Balleroberungen. Sie wurden konsequent über die erste und zweite Welle genutzt. Positiv wirkte sich zudem der Einsatz von Philipp Asmussen für den von den Stieren umworbenen André Meuser aus. Folgend wurden die Jung-Füchse vor einige Rätsel stellt. Mit einer Angriffseffektivität von knapp über 60 Prozent sprang über 15:12 (26.) die Vier-Tore-Führung der ersten Halbzeit heraus, die der am Kreuzband verletzte Stefan Wilhelm so kommentierte: „Mit Tempo ging nach vorn so richtig die Post ab.“

Nach dem Wechsel machte der HCE dort weiter, wo er zur Pausensirene aufgehört hatte: Bollwerk hinten, schnelles Umkehr- und Angriffsspiel. Kein Wunder, dass Coach Till Wiechers nach dem 17. Saisonerfolg konstatierte: „Ich hatte wenig auszusetzen.“ Brauchte er auch nicht, denn über die Stationen 22:16 (37.) und 27:20 (47.) war die Partie bis zum 29:21 (51.) „gegessen“. So konnten auch Michael Höwt und Jakub Zboril eingesetzt, zudem Meuser wieder Spielanteile gegeben werden.

Rostock: Wetzel, L. Mehler – Meuser 2, Steidtmann 8, L. Witte , Schütze 1, D. Mehler 3, Schramm 1, Völzke 1, N. Witte 8/4, Höwt 1, Asmussen 5, Haasmann, Zboril, Mehrkens 2/1

Füchse Berlin II: Deisling, Genz – Julius Porath 9/5, Gerntke 1, Schroeder 5, Düren 1, Bietzer 3, Skroblien 3, Genty 1, Fritz 2, Mißling 1, Reineck

Siebenmeter: Rostock 6/5, Berlin 5/2

Zeitstrafen: Empor 2, Füchse II 8 Minuten

Schiedsrichter: Kotzur/ Setter (beide Kiel)

Zuschauer: 645 (ausverkauft)