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Handball Bad Doberaner SV verkauft sich beim 24:29 gut

Von Klaus-Peter Kudruhs | 17.02.2019, 16:54 Uhr

Der Ostsee-Spree-Oberligist war beim Tabellenführer Stralsunder HV durch eine rote Karte (6.) früh gehandikapt.

Die Handballer des Bad Doberaner SV kamen beim Stralsunder HV, Spitzenreiter der Oberliga Ostsee-Spree, über eine 24:29-Niederlage nicht hinaus. „Wir versuchten nach den beiden Siegen zuletzt unseren Faden im Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich weiter zu spinnen“, war Gäste-Trainer Andreas Köster trotz der Niederlage nicht einmal unzufrieden: „Um im Bild zu bleiben, der Faden ist nicht gerissen. Wir verkauften uns gut, wenn wir uns auch nicht mit einem Punktgewinn belohnen konnten.“

Der lag zumindest bis zum 24:26 (57.) noch im Bereich des Möglichen, doch im „Alles oder Nichts“ waren die Hausherren vor 1000 Zuschauern deutlich abgezockter. Die Niederlage für die Münsterstädter deutete sich eigentlich schon in der Anfangsphase an, als Matthias Jahn nach seinem 4:4-Ausgleich bei der nächsten Abwehraktion in der 6. Minute direkt die rote Karte bekam – die Schiedsrichterinnen wollten eine Tätlichkeit gesehen haben. Eine Entscheidung, die selbst bei den Gastgebern und im Publikum viele nicht nachvollziehen konnten. Trotz des Handikaps befand sich der DSV aber bis in die Schlussphase auf Augenhöhe. Das lag in erster Linie daran, dass die Gäste als Mannschaft auftraten, nicht nur kämpften, sondern auch jederzeit mitspielten. „Ein Extralob haben Benjamin Glaser und auch Tom Paul verdient. Beide spielten fast durch. Auch ein Dankeschön an Keeper-Oldie Robert French, der kurzfristig einsprang und uns lange im Spiel hielt“, sagte Andreas Köster. Stark auch wieder Yan Vizhbovskyy mit fünf Toren.

Bad Doberan: Florian Voigt, French – Rasch 2, Lehwald 4, Traub 2, Sebastian Voigt 4/1, Meyer 1, Jahn 1, Stöwsand 1, Vizhbovskyy 5, Glaser 3, Lendner, Paul 1, Schulz

RHC besiegt OSF 28:25 und festigt Platz drei

Für die Frauen des Rostocker HC wurde es das erwartet schwere Rückspiel gegen die SG OSF Berlin. Am Ende setzten sie sich vor rund 200 Zuschauern in der Ospa-Arena aber mit 28:25 durch und festigten ihren dritten Platz in der Oberliga Ostsee-Spree.

„Es war kein sonderlich gutes Spiel unserer Mannschaft. Es wurde aber über Kampf und Einsatz letztlich gewonnen. Zunächst hatten wir einige Probleme mit dem Spielgerät. Viele abgewehrte Bälle landeten beim Kontrahenten, der so zu einfachen Toren kam“, sagte RHC-Trainerin Ute Lemmel zum 10:11-Rückstand nach der ersten Hälfte und stellte fest: „Nach dem Wiederanpfiff klappte es etwas besser, dies auch dank der beherzten Spielweise im entscheidenden Moment.“

Nach dem 2:2 (7.) schienen die Einheimischen mehr Zugriff auf die Partie zu bekommen, doch das 5:3 war eher ein Strohfeuer. Die Gäste zogen bis zum 7:7 (15.) wieder gleich und legten dann bis zur Pause immer vor. Die Rostockerinnen nutzten mehrere Tormöglichkeiten nicht und ließen unmittelbar vor der Pause zudem bereits ihren zweiten Siebenmeter aus.

Auch in der zweiten Hälfte blieb es knapp. Zwar drehte sich mit dem 15:14 (40.) durch Nicole Rotfuß das Match zu Gunsten der Gastgeberinnen, doch entscheidend war, dass die Rostockerinnen in Unterzahl den Kopf oben behielten und kämpften. Vor allem Vanessa Bladt übernahm hier viel Verantwortung. Ihr Treffer zum 25:22 (57.) raubte der SG OSF die letzte Siegchance. Letztlich eine gelungene Revanche der Dolphins für das 18:29 im Hinspiel.

Rostocker HC: Berger, Freitag – Anderson 1, Krüger, Bladt 3, Leonhardt 2, Rohde, Schwarz 5, Fränk 2, Johannisson 6, V. Schlegel 6/6, Krebs, Rotfuß 3