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Handball Starke Paraden von Robert Wetzel

Von Bernd-Dieter Herold | 24.02.2019, 14:44 Uhr

Damit hatte er gehörigen Anteil am 30:27-Auswärtssieg der Männer des HC Empor Rostock beim DHK Flensborg

„Das war echt ein Stück harte Arbeit. Ich bin richtig glücklich, dass wir in der Schlussphase beide Punkte aus der Idrætshallen mitnehmen konnten“, atmete Coach Till Wiechers nach dem 30:27 (11:11) seines HC Empor Rostock beim Tabellenletzten der 3. Handball-Liga DHK Flensborg durch.

In der Tat war es ein Arbeitssieg, mehr aber auch nicht. Ein Unterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem Inhaber der roten Laterne war selten zu erkennen. Noch nach 56:13 Minuten stand es mit 26:25 Spitz auf Knopf. Erst nach einer Zeitstrafe für Tjark Desler (57.) banden die Gäste durch zwei Treffer der Witte-Zwillinge Nick und Leon sowie von Kapitän Michael Höwt mit dem Sprung zum 29:25 (58:22) den Sack zu. Kein Wunder, dass die Hansestädter nach dem mehr erkämpften als erspielten 18. Saisonerfolg ein ausgelassenes Tänzchen auf das Parkett legten.

„Einen gehörigen Anteil am Erfolg besaß Robert Wetzel mit ganz starken Paraden“, urteilte Wiechers. Tim Völzke ebenfalls: Abgesehen von dessen Abwehraufgaben „warf“ der Trainer den 29-Jährigen in den letzten zehn Minuten auch ins Offensiv-„Geschäft“. Mit seiner Routine verlieh der Rückraumakteur dem Angriff Struktur, spielte zudem gut an und netzte selbst fünf Minuten vor Ultimo zum 26:24 ein.

Dabei sah es in den ersten 30 Minuten in zwei Phasen nicht gerade nach einer „engen Kiste“ aus. Schnell führte der HCE vor allem durch Konter 5:2 (10.) und zog nach dem 7:6 (18.) auch dank der zehn Vorpausen-Paraden von Wetzel auf 10:7 (22.) etwas davon. „Leider wollten meine Spieler jeweils zuviel, trafen einige falsche Entscheidungen“, bemängelte Till Wiechers. Das lag auch an der kompromisslosen und hart zur Sache gehenden DHK-Defensive. Unter dem Strich machten sich die Gäste mit sieben technischen und Regelfehlern sowie einer Effektivität von 44 Prozent das Leben selbst schwer.

Flensborg: Wendt , Basenau – Künzel, de Bruin 4, Heinker, Jessen, Blumenberg 1, Wickert-Grossmann 2, Krüger, von Eitzen, Bandemer, Tölle 8/5, Zinndorff, Desler 4, Bockus 5, Skaaning Linnebjerg 2

Rostock: Wetzel, L. Mehler – Meuser 5, Steidtmann 3, L. Witte 2, Schütze 3, D. Mehler 1, Schramm 1, Völzke 1, N. Witte 6/5, Höwt 1, Asmussen 2, Haasmann 1, Zboril, Mehrkens 4/2

Siebenmeter: Flensborg 6/5, Rostock 9/7

Zeitstrafen: Flensborg 6 Minuten plus Disqualifikation Tölle (47.), Rostock 8

Schiedsrichter: Ebel/Krähe (beide Celle)

Zuschauer: 531