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Ein Artikel der Redaktion NNN

Judo Es fühlt sich gut an

Von Peter Richter | 06.04.2019, 00:06 Uhr

U21-Vize-Europameisterin Annika Würfel macht nach Innenbandriss im Ellenbogen „seit zwei Wochen volle Kanne alles mit“.

„Mir geht’s gut, dem Ellenbogen geht’s gut, und weil ich gerade auf dem Weg nach Hause bin (von Berlin, wo sie trainiert und studiert, nach Sievershagen – d. Red.), geht’s besonders gut.“

Judoka Annika Würfel vom VfK Bau Rostock zeigte sich gestern hoffnungsfroh, dass trotz relativ schwerwiegender Verletzung erneut eine auch international erfolgreiche Saison vor ihr liegt.

Nachdem sie – als U21-Kämpferin – bei den Frauen sowohl Dritte der Deutschen Meisterschaften in Stuttgart als auch der European Open in Sofia geworden war, hatte sich Annika im Training einen Innenbandriss im linken Ellenbogen zugezogen. Dadurch gingen ihr der Grand Slam in Düsseldorf, der Grand Prix in Marrakesch und das gegenwärtige Trainingslager der Nationalmannschaft in Brasilien durch die Lappen.

Dennoch hat sie, was ihre sportlichen Ziele 2019 bzw. den Weg dorthin betrifft, noch nichts verpasst, und die 19-Jährige weiß auch: „Es war für die Verletzung der bessere Zeitpunkt, noch Glück im Unglück. Es hätte ungünstigere Momente gegeben, dass so etwas passiert.“

Das befürchtete Vierteljahr Pause wird es wohl auch nicht: „Ich hatte fünf Wochen lang fast komplett pausiert, jetzt aber mache ich schon seit zwei Wochen volle Kanne alles mit. Es fühlt sich gut an. Ich merke eigentlich gar nichts mehr“, freut sich die U21-Vize-Europameisterin in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm.

Damit nicht genug, ist sie seit wenigen Tagen Perspektivkader, vom Status eine Stufe höher geklettert als bisher. Was nicht nur bedeutet, dass sie Kandidatin für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio („Das wird ein bisschen knapp“) bzw. 2024 in Paris ist – die „Beförderung“ wirkt sich auch vergünstigend aus: Die künftige Grundschul-Lehrerin für Mathematik, Deutsch und Sport steht dadurch finanziell ein bisschen besser da und darf jetzt zweimal die Woche zur Physiotherapie statt bislang einmal.

Beim Junior European Cup am 11. Mai in Kaunas hofft Annika Würfel wieder „richtig“ auf die Matte zurückkehren zu können. Alles im grünen Bereich hinsichtlich der angestrebten Saisonhöhepunkte U21-Europameisterschaften vom 12. bis 15. September im finnischen Vantaa und U21-WM vom 16. bis 20. Oktober in Marrakesch (Marokko).