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Handball Oberliga Ostsee-Spree Der Abstieg des Bad Doberaner SV ist besiegelt

Von Klaus-Peter Kudruhs | 07.04.2019, 16:34 Uhr

25:31 gegen den BFC Preussen – nach 13 überregionalen Spielzeiten am Stück muss der Bad Doberaner SV in die MV-Liga.

Der Abstieg aus der Oberliga Ostsee-Spree wurde am Sonnabend in eigener Halle vor 200 treuen und traurigen Fans endgültig besiegelt.

„Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und unsere restlichen Spiele gewinnen, dann sehen wir weiter. Die Mannschaft hat etwas gutzumachen“, hatte Trainer Andreas Köster vor der Partie gesagt. Dies war aber bei den Spielern nicht angekommen, denn sie agierten in den ersten 30 Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange. Ohne Mut und auch Wille, wirklich alles zu riskieren, um den letzten Strohhalm zur Rettung zu packen, gaben die Münsterstädter mit dem 7:17 zur Pause wie zuvor schon beim 17:30 gegen Spandau ein erbärmliches Bild ab. Nach anfänglicher Ausgeglichenheit ließen sie sich schon bis zum 3:7 (12.) abhängen. Auch auf das Zeichen von Kapitän Sebastian Prothmann, der den Berlinern einen Siebenmeter abkaufte und auch sonst einen noch größeren Rückstand verhinderte, gab es von der Mannschaft keine Reaktion. Alle Ansagen von der Bank fruchteten nicht. Erst in der zweiten Hälfte schienen die Einheimischen zu begreifen, was da eigentlich passierte. Doberan kämpfte sich auf 18:22 (44.) und 25:28 (57.) heran – und schenkte dann doch wieder die Bälle weg.

Bad Doberan: Prothmann, Florian Voigt – Rasch 4, Traub 1, Vizhbovskyy 3, Sebastian Voigt 5/4, Meyer 3, Lendner 2, Paul 1, Schulz 5, Jahn 1, Glaser, Stöwsand, Fandrich

Rostocker HC gewinnt im Schlussgang

Die Regularien in der Oberliga Ostsee-Spree der Frauen besagen, dass nur die beiden Erstplatzierten aufstiegsberechtigt sind. Will keiner von beiden (aktuell Spandau und Preussen Berlin), fällt ein Aufsteiger weg. So ist der Rostocker HC als derzeit Dritter auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen.

Ihre Hausaufgaben müssen die Dolphins aber schon selbst machen. Gegen den HV Grün-Weiß Werder gelang ihnen das am Sonnabend in letzter Minute mit einem 24:22-Heimsieg. „Unsere Mannschaft baute zwar im Vorwärtsgang ordentlich Druck auf, war aber in der Abwehr nicht aggressiv genug“, erklärte Co-Trainer Torsten Deil den 13:14-Rückstand zur Pause und fuhr fort: „Erst als alle deutlich besser zugriffen und wir den längeren Atem hatten, konnte doch noch gewonnen werden.“

Der RHC startete gut in die Partie (6:3/7.). Aber die Gäste kamen auf 6:8 (13.) heran, zogen sogar zum 12:10 (19.) vorbei. Auch nach dem Wechsel betrieben die Rostockerinnen eine „Nachtrab-Politik“. Grün-Weiß legte immer vor, die Dolphins reagierten bis zum 17:18 (45.) nur. Als Werder sogar auf 20:18 erhöhte, drohte richtig Ungemach. Doch der RHC bekam dank der Rückraum-Treffer von Rieke Anderson noch die Kurve. Sie glich erst zum 21:21 (54.) aus und drehte dann das Match noch.

Rostocker HC: Berger, Peters – Anderson 3, Carolin Kordt, Schwarz, Johannisson 4, Fränk 3, Strack 2, Rotfuß 5, Leonhardt 1, Victoria Schlegel 6/5, Rohde, Krüger