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Handball Für den HC Empor hat sich nicht viel geändert

Von Bernd-Dieter Herold und Thomas Baake | 07.04.2019, 16:34 Uhr

Die Rostocker sind zwar ihre Tabellenführung in der 3. Liga Nord los, aber in Sachen Aufstieg ist noch nichts verloren.

Die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Nord ab-, aber den Traum von der Relegation nicht aufgegeben – eigentlich hat sich mit dem 24:26 des HC Empor Rostock bei der HSG Ostsee N/G trotz nun zwei „Miesen“ mehr auf dem Konto nicht viel geändert. Auch bei einem Erfolg hätten die Hansestädter am 18. April bei Eintracht Hildesheim – denn auf ein Unentschieden kann man ja schlecht spielen – voll auf Sieg gehen müssen.

Holen die Schützlinge von Trainer Till Wiechers dort und in den drei weiteren ausstehenden Partien (am Sonnabend 19 Uhr in der Ospa-Arena gegen TSV Burgdorf II, 27. April bei MTV Braunschweig und 4. Mai zu Hause gegen Handball Hannover-Burgwedel) jeweils beide Zähler, sind sie durch. Bei Punktgleichheit würden die Vergleiche gegeneinander entscheiden und nicht die Tordifferenz. Das erste Duell mit Hildesheim gewann der HCE mit 31:21.

In einer ersten Analyse des Freitag-Spiels in Grömitz sagte Wiechers: „Wir haben überragend gekämpft, mit Charakter verloren, hatten aber nicht den klaren Fokus aus dem Derby gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin. Es wurden zu oft falsche Entscheidungen getroffen. Vor allem Jan Ove Litzenroth (zwölf Tore – d. Red.) konnte nicht gestoppt werden.“

Auch Andreas Brüßhaber, Coach der HSG Ostsee N/G, lobte den Rückraum-Linken: „Jan Ove hatte einen richtigen Sahnetag und traf einfach alles. Zudem vernagelte Max Folchert bei unserer Top-Teamleistung förmlich sein Gehäuse, parierte neben zwei Siebenmetern noch etliche weitere Freie. Auf beiden Positionen besaßen wir einen klaren Vorteil.“

Till Wiechers war des Lobes voll über die mitgereisten Fans: „Die waren wieder grandios. Ich hatte eine richtige Gänsehaut. Sie übertönten sogar den Jubelgesang des Siegers.“ Die Standing Ovations hatte sich der HCE durch seine bisherige Saisonleistung auch erarbeitet, denn Hand aufs Herz: Wer hätte nach dem Dauerausfall der Stammspieler Robin Breitenfeldt und Stefan Wilhelm an 17 Spieltage Empor auf Platz eins gedacht?!

Die A-Jugend verliert, aber sie lebt

Die männliche A-Jugend des HC Empor Rostock musste sich am 21., dem vorletzten Spieltag der Bundesliga Nord-Ost auf heimischem Parkett mit 25:31 dem BSV 93 Magdeburg geschlagen geben. Zur Pause lag das Team von Trainer Felix Mehrkens allerdings nur mit 13:15 in Rückstand.

„In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, unsere Torchancen genutzt, und die Abwehr stand gut. Torwart Jonas Christophori konnte sich auszeichnen“, fasste der Coach die ersten 30 Minuten zusammen und ergänzte: „Den Anfang der zweiten Hälfte haben wir verschlafen. Da konnte sich Magdeburg mit einigen Toren absetzen. Dennoch bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Die Emotionen waren da, und die Mannschaft hat gelebt.“ Lob von Mehrkens gab es für den B-Jugendlichen Vito Krull, der in der 3-2-1-Abwehrformation in vorderster Linie agierte: „Das hat Vito sehr gut gemacht.“

HC Empor: Christophori, Uhl – Reimer, Meier 3, Krull, Rose, Schubert 1, Bahr 1, Schröder, Horlitz 1, Steinberg 7, Schröter 6, Zimmer 4, Eric Wilhelm 2