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Basketball Play-offs Seawolves lassen in Spiel eins zuviel liegen

Von Thomas Käckenmeister | 07.04.2019, 17:04 Uhr

Die Rostocker Zweitliga-Basketballer unterliegen zum Auftakt 64:79 bei den Hamburg Towers. Am Dienstag folgt Spiel zwei.

Die Rostock Seawolves haben das erste Playoff-Viertelfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProA vor 3400 Zuschauern bei den Hamburg Towers mit 64:79 verloren.

Beide Teams waren von Beginn an auf eine intensive Play-off-Schlacht eingestellt. Die Nervosität war ihnen anzumerken; Ballverluste und wilde Aktionen wechselten sich ab, wenngleich sich die Towers früh eine leichte Führung erspielten. Bei den Rostockern geriet die Rotation durch den Ausfall von Michael Jost, der weiterhin an einer Oberschenkelverletzung laboriert, sowie frühe Foulprobleme von Terrell Harris, Tom Alte und Oliver Clay durcheinander. Dennoch konnten sie von 13:21 in wenigen Angriffen auf 20:24 (13.) verkürzen.

Die Seawolves versuchten in der hitzigen Atmosphäre der ausverkauften edel-optics.de-Arena einen kühlen Kopf zu bewahren. Gerade als sie auf 26:31 heran waren, schwappte das Momentum wieder auf die Seite der Hamburger. Sie beendeten die erste Halbzeit mit einem 11:2-Lauf zum 45:32.

Rostock verringerte im dritten und vierten Viertel zweistellige Rückstände jeweils auf sechs Zähler. Doch nach einem Korbleger von Martin Bogdanov zum 56:62 (31.) leisteten sich die Gäste erneut Fehler und gerieten wieder deutlicher ins Hintertreffen.

Die Energieleistung der Towers in Spiel eins schlug sich auch in den Statistiken nieder: Die Gastgeber sammelten 13 Rebounds mehr als die Seawolves und netzten zehn Drei-Punkte-Würfe ein. Während sie elf ihrer 15 Freiwürfe verwandelten, trafen die Wölfe lediglich zwölf von 24.

Seawolves-Coach Milan Skobalj: „Wir lagen im vierten Viertel 58:64 zurück, als uns einige Ballverluste unterliefen und wir nicht mehr zurück ins Spiel fanden. So gerieten wir zweistellig in Rückstand und konnten uns davon nicht mehr erholen, auch weil Hamburg mehrere Dreier mit abgelaufener Wurfuhr traf. Gegen einen solchen Kontrahenten kann man es sich nicht erlauben, nur 50 Prozent der Freiwürfe zu treffen. Hier ließen wir zwölf Punkte liegen. Um gegen Hamburg zu gewinnen, muss man 40 Minuten hellwach und konzentriert sein.“

Das zweite Spiel wird am Dienstag um 19.30 Uhr in der Rostocker Stadthalle ausgetragen.

Seawolves: Alte 10, Anzuluni 15, Bogdanov 9, Bryant, Cardenas 5, Clay 10, Frazier, Harris 11, Hicks 4, Filip Skobalj, Talbert, Teucher (nicht eingesetzt)