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Basketball An der Freiwurflinie zum Sieg gezittert

Von Thomas Käckenmeister | 27.01.2019, 14:37 Uhr

Die Rostock Seawolves gewinnen in der 2. Bundesliga ProA zum sechsten Mal in Folge: 76:73 bei den Nürnberg Falcons

Die Rostock Seawolves erkämpften sich in der 2. Basketball-Bundesliga ProA einen 76:73-Sieg bei den Nürnberg Falcons. Es war der sechste Sieg in Folge für die Wölfe, die damit ihren dritten Platz bestätigten. Im zweiten Viertel lagen die Gäste mit 16 Punkten zurück, bissen sich aber zurück ins Spiel und zitterten sich an der Freiwurflinie zum neunten Auswärtssieg der Saison. 16,4 Sekunden vor dem Ende gelang Yannick Anzuluni der entscheidende Korb.

Ohne Oliver Clay (fiel mit Leistenproblemen aus) lieferten sich beide Teams vor 763 Zuschauern im Event-Palast am Nürnberger Flughafen zunächst einen offenen Schlagabtausch, ehe sich die Falcons auf 40:24 absetzten (18.). Nach einer Auszeit starteten die Wölfe ihre Aufholjagd und verkürzten mit einem 10:0-Lauf bis zur Halbzeit auf 34:40.

Nach dem Seitenwechsel lief es defensiv besser bei den Rostockern. Es entwickelte sich ein intensiv geführtes und bis in die Schlussphase hochdramatisches Spiel. Die Anzeigetafel zeigte fünf Unentschieden und fünf Führungswechsel an. Das 66:70 beantwortete Martin Bogdanov mit einem Drei-Punkte-Wurf. Die Abwehr stand jetzt felsenfest und erlaubte den Franken in den letzten zwei Minuten nur drei Punkte, während die Wölfe sich dank Tom Alte und Anzuluni zweite Wurfchancen sicherten und, obgleich sie an der Freiwurflinie Nerven zeigten (nur drei von acht getroffen in den letzten 36 Sekunden), den Sieg erbeuteten.

Trainer Milan Skobalj: „Wir wollten Nürnberg unter 75 Punkten halten. Das klappte, obwohl wir in der ersten Halbzeit nicht gut verteidigt haben. Das ist uns in der zweiten Hälfte um so besser gelungen. Am Ende trafen wir zwar fünf Freiwürfe nicht, aber auf der anderen Seite haben wir gut verteidigt und so das Spiel gewonnen. Das Team hat Charakter und Gewinnermentalität. Ich bin froh, mit diesen Jungs arbeiten zu dürfen und Coach dieser Mannschaft zu sein.“

Seawolves: Alte 9, Anzuluni 18, Bogdanov 10, Cardenas 3, Clay (nicht eingesetzt), Frazier (n. e.), Harris 12, Hicks 7, Jost 10, Talbert 3, Teucher 4