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Handball Mit 11:3-Lauf vorentscheidend weggezogen

Von Bernd-Dieter Herold | 27.01.2019, 20:26 Uhr

Nach 12:11 zur Pause bezwingt Empor den HSV Hannover noch sehr deutlich. Keeper Robert Wetzel zog den Gästen den Zahn.

Wer hätte das nach dem nur 12:11 zur Pause gedacht: Mit einem wahren Sturmlauf fegte der HC Empor Rostock den HSV Hannover am Sonntag noch mit 31:17 vom Parkett, wahrte auch im zehnten Heimspiel seine weiße Weste und baute in der 3. Handball-Liga Nord seine Tabellenführung auf zwei Punkte aus.

„In den ersten 30 Minuten fanden wir gegen die ihre Angriffe lange ausspielenden und dann blitzschnell zuschlagenden Niedersachsen oft keinen Zugriff“, resümierte der vor allem in der zweiten Halbzeit den Gästen mit seinen Reflexen den Nerv ziehende Rostocker Keeper Robert Wetzel. Da auch im Vorwärtsgang wenig zusammenlief, des öfteren technische Fehler (Ole Schramm) und Fehlwürfe (Michael Höwt) produziert wurden, eilten die Einheimischen über die Stationen 6:8 (15.), 8:10 (22.) und 9:11 (25.) dem Geschehen hinterher. Erst nach einer Auszeit fanden die Schützlinge von Trainer Till Wiechers so richtig in die Partie. Ein Wachrütteln beim „Pausentee“, dazu die taktische Umstellung auf ein offensiveres Abwehrsystem ließen Empor Fahrt aufnehmen. Ein 11:3-Lauf brachte mit dem Sprung zum 23:14 (42.) die Vorentscheidung. Durch die konsequente Markierung des HSV-Rückraums ergaben sich viele Ballgewinne. Allein nach dem Wechsel versenkten die Gastgeber zehn Tore per Konter und durch eine schnelle Mitte im gegnerischen Kasten.

„Die offensive Variante haben wir richtig gut hinbekommen“, freute sich Felix Mehrkens über die Steigerung. Hannover war stehend k. o., fand nur noch selten Durchschlupf, scheiterte ein ums andere Mal an dem sein Gehäuse zunagelnden Wetzel. Kein Wunder, dass Gäste-Coach Stephan Lux nach dem Abpfiff urteilte: „Robert hat meine Stürmer so richtig zur Verzweiflung gebracht. Wir fanden in der zweiten Halbzeit gegen das veränderte Deckungssystem keine Lösungen.“

Rostock: Wetzel, L. Mehler – Meuser 4, Steidtmann 7, L. Witte , Schütze 2, Schramm 3, D. Mehler 1, Völzke 2, N. Witte 5, Asmussen 3, Zboril 3, Mehrkens

Hannover: Heuer, Lange – Czok 1, Benckendorf, Forst 1, Bausch 1, Labitzke 1, Wolf 2/2, Klages 3, Kellne 1r, Muscheiko 4, Quedenbaum, Schiebler 2, Müller 1

Siebenmeter: Rostock 0, Hannover 2/2

Zeitstrafen: jeweils vier Minuten

Schiedsrichter: Kroll/Polke (beide Berlin)

Zuschauer: 650