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Ein Artikel der Redaktion NNN

Wasserball Zwei Siege für die Mannschaften der HSG Warnemünde

Von Jörg Behlendorf und Uwe Richter | 29.01.2019, 16:56 Uhr

Während beide Teams des Drittligisten auswärts siegten, landete die U 14 des WSW beim Norddeutschen Pokal auf Rang sechs

Für beide Drittliga-Teams der HSG Warnemünde war es ein erfolgreiches Wasserball-Wochenende. Die „Zweite“ gewann am Freitagabend ihr Auswärtsspiel bei der SG Lübeck-Ahrensburg klar mit 17:6 (3:0, 4:2, 7:0, 3:4). Am Sonntag zog die „Erste“ mit einem 18:6 (2:1, 3:1, 6:1, 7:3) bei der SG Meldorf-Itzehoe nach.

Die HSG II legte in Lübeck konzentriert los und hielt den Gastgeber in Schach. Immer wieder hatten die Gäste die passenden Reaktionen parat – 7:2 zur Pause. Danach spielte die HSG II ihre Vorteile im technisch-schwimmerischen Bereich so toll aus, dass mit sieben Toren in Folge die Vorentscheidung herbeigeführt wurde. Mit dem 14:2 von Centerspieler Tim Hoffmann ging es ins Schlussviertel. Die sehr gute Defensivarbeit stellte Warnemünde II nun teilweise ein, so dass die Lübecker ihrerseits noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. „Wir haben mit zehn verschiedenen Torschützen sehr gut in der Kaderbreite gearbeitet. Das Ergebnis war deutlicher als der Spielverlauf. Ich freue mich fürs Team, dass wir gewonnen haben“, sagte Kapitänin Jessica Hembus.

Die „Erste“ war nach der Vorjahrespleite (8:11) gewarnt, als sie die Reise ins weit entfernte Meldorf nach Dithmarschen an der Nordseeküste antrat. Die Gastgeber verfügen über ein enges Becken, in dem praktisch jeder ungenaue Pass ein Fehlpass wird, da das Spielgeschehen unglaublich „hautnah“ ist. Beide Teams begannen nervös. Mit einer 2:1-Führung drückte die HSG I im zweiten Durchgang mehr und mehr im Angriff und erspielte sich zahlreiche Chancen – dennoch nur 5:2 zur Pause. Nach einer kleinen Standpauke zogen die Ostseestädter das Tempo im dritten Abschnitt nochmals an, und Meldorf schien angeschlagen: Fünf Tore in Folge brachten die Gäste auf die Siegerstraße.

„Das Spiel stand im dritten Viertel auf der Kippe. In den entscheidenden Zweikämpfen haben wir aber immer einen Arm dazwischen bekommen, gut in der Defensive ausgeholfen und so dann einfache Tore herausspielen können. Wir waren mit nur elf Spielern angereist, von denen sich neun als Torschützen auszeichnen konnten. Meldorf hat stark gekämpft, doch wir hatten immer eine bessere Antwort. Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung“, sagte Spielertrainer Jörg Behlendorf.

Der Coach konnte nur auf zwei der sechs U18-Bundesliga-Spieler zurückgreifen, mit Christian Koth und Klaus Einhorn fehlten zudem die zwei Besten der HSG.

HSG Warnemünde I: Steidler – Helm, Groß 1 Tor, Reitzig 3, Heese 3, Reihs 1, Gruchow 2, Meyer 4, Behlendorf 1, Thiele 1, Wende 2

HSG II: Behring – Reihs 4, Metzner 1, Hoffmann 3, Voss 1, Gerth 1, Hohlfeldt, Kühn 2, Birkhoff, Meyn 1, Meissner 1, Hembus 1, Strege 2

Ab Mitte des dritten Viertels reicht die Kraft nicht mehr

Die U14-Wasserballer des WSW Rostock belegten beim Norddeutschen Pokal in eigener Halle den sechsten Platz. In der Vorrunde trafen die Ostseestädter auf den späteren Finalisten HTB 62 Hamburg, der sich mit 3:1 durchsetzte, indem er zwei grobe Abwehr-Aussetzer der Rostocker eiskalt ausnutzte. Gegen Poseidon Hamburg hielt der WSW bis zwei Minuten vor Spielende ein 1:1, ehe es ähnlich wie im Duell mit dem HTB 62 noch zweimal unnötig im Tor der Gastgeber klingelte. In der letzten Vorrundenpartie setzte sich der WSW mit 4:1 gegen PSV Oldenburg durch.

Am Finaltag gab es noch eine letzte Chance auf Rang vier und damit die Qualifikation für den Deutschen Pokal. Dafür musste ein Sieg gegen den SV Georgsmarienhütte, Zweiter der anderen Vorrundengruppe, her. Aber auch eine Doppeldeckung gegen den überragenden Center des Kontrahenten nützte nichts. Schon im zweiten Viertel mussten Mathilda Hoffmann und Marian Kob wegen jeweils drei Fouls die Kappen abnehmen. Trotzdem hielt das Team um Kapitän Tammo Sweers bis Mitte des dritten Viertels dagegen, danach reichten die Kräfte nicht mehr, Georgsmarienhütte machte aus einem 4:4 noch einen 10:4-Sieg.

Der Pokal ging an die White Sharks Hannover.

WSW Rostock: Alban Aland, Mathilda Hoffmann, Duyke Maluch, Julius Pannier 1 Tor, Max Papenfuß, Ole Kopitzki 2, Tammo Sweers 5, Lina Kob, Marian Kob, Andy Haak 1, Aleks Haak, Kateryna Miftakhova, Keno Brügge, Lilly Kröger 1, Finley von Samson-Himmelstjerna