Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

FC Hansa Rostock Pascal Breier könnte einer der Profiteure sein

Von Andre Gericke | 14.02.2019, 15:36 Uhr

Der Stürmer ist unter Trainer Härtel auf dem richtigen Weg – jetzt will er in Würzburg auch unbedingt wieder treffen

Pascal Breier könnte einer der Profiteure von Trainerwechsel beim Fußball-Drittligisten FC Hansa werden. Während Ex-Coach Pavel Dotchev relativ starr an einem 4-4-2 festhielt und zumeist Marco Königs und Cebio Soukou ganz vorne spielen ließ, so agieren die Rostocker unter Jens Härtel deutlich flexibler. Auch wenn sich Königs (Fußbruch) nicht verletzt hätte, wäre Breier beim 2:0 gegen Unterhaching von Beginn an in der Spitze aufgelaufen. „Ich habe mich in den vergangenen Wochen gut reingekämpft. Die Kurzeinsätze waren in Ordnung, und jetzt das Spiel war auch nicht schlecht. Ich habe viele Bälle festgemacht und verteilt, dadurch der Mannschaft geholfen, Chancen zu kreieren. Der Weg ist der richtige. Wenn jetzt noch das Tor fällt, wäre es statt einer guten eine sehr gute Leistung“, sagt der 27-Jährige.

Ihm kommt auch die Marschroute zugute, den Gegner früh anzulaufen und so im Spielaufbau zu stören. „Ich bin ein Spieler, der gerne diese Wege macht, der gerne anläuft und das auch ganz gut kann. So setze ich den Gegner früh unter Druck. Ich tue mich schwerer, wenn ich an der Mittellinie hin und her verschieben muss“, so der Angreifer, der sich mit den zusätzlichen Metern auch den entscheidenden Vorteil verschaffen will: „Wenn man ständig Druck auf die Abwehrspieler macht, dann werden sie irgendwann auch müder, begehen Fehler oder rutschen mal aus. Das kann man sich erarbeiten, auch, dass der Torwart den Ball vielleicht mal in der Not schlecht in die Mitte schlägt. Sollten wir diese Situationen erzwingen, müssen wir dann aber zielstrebiger und entschlossener Richtung gegnerisches Tor gehen und konzentrierter abschließen. Wir hätten auch gegen Unterhaching eher das zweite Tor machen können.“

Pascal Breier selbst traf zuletzt im Dezember beim 1:1 gegen Aalen. „Ich hoffe, dass am Sonntag in Würzburg der Knoten mal wieder platzt. Ich habe jetzt vier Spiele nicht getroffen. Ich hatte zwar ein paar Chancen, aber das letzte Quäntchen hat gefehlt.“ Dabei denkt der Offensivmann vor allem an seine Kopfbälle bei den 0:2-Niederlagen in Braunschweig und Wiesbaden. Da hatte der Kicker jeweils das 1:1 auf dem Kopf. „Leider habe ich die Chancen nicht reingemacht. Es waren jetzt nicht die besten Positionen, und die Torhüter haben es auch gut gemacht. Dennoch hätte einer auch schon mal reinrutschen und wir dadurch wenigstens einen Punkt mitnehmen können. Ich habe mich schon geärgert, dass es nicht geklappt hat“, sagt Breier. Für die nächsten Aufgaben ist er positiv gestimmt, weil die Entwicklung passt. „Das kommt schon. Ich bin relativ entspannt, weil ich gut drauf bin. Dieses Gefühl habe ich mir durch die Trainingseinheiten und in den vergangenen Spielen erarbeitet. Gegen Unterhaching war ich sehr sicher in der Ballannahme und beim Ablegen. Sonst hatte ich dabei manchmal Probleme und wollte lieber mit dem ersten Kontakt spielen, dabei ist der Ball dann versprungen. Derzeit besitze ich die nötige Ruhe, den zweiten Kontakt zu nehmen, um den Ball zu spielen und gleich wieder in die Tiefe zu gehen.“

In Würzburg hofft Pascal Breier auf den zweiten Streich 2019. „Das ist ein guter Gegner, der sehr eingespielt ist. Das wird eine schwere Aufgabe. Aber die Spiele in der 3. Liga sind immer eng, und wir wollen versuchen, einen Lauf zu bekommen, um kontinuierlich zu punkten und so in die obere Tabellenhälfte zu rutschen. Dabei wäre es natürlich schön, wenn uns erneut ein 1:0 gelingen würde. Das macht vieles ein bisschen einfacher, weil der Gegner kommen muss und man selbst mehr Räume erhält.“