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Ein Artikel der Redaktion NNN

Wasserspringen Der Springertag hat auch eine „Empfangsdame“

Von Bernd-Dieter Herold | 11.02.2019, 14:57 Uhr

Die Arbeit von Bianca und Sabina Migge sowie Hannelore Staker ist ein Baustein einer perfekten Organisation

Bianca Migge ist beim Verein „Internationaler Springertag Rostock“ so etwas wie eine Empfangsdame. Die junge Frau ist im Detail informiert, wann welche Nationen eintreffen, ist federführend beim Check-in im Teamhotel. Die Kenntnis hat sie aus erster Hand: Schwester Sabina ist im Organisationsteam mit Hannelore Staker für An- und Abreise verantwortlich. Biancas Motto: Schon der erste Eindruck soll gut sein. Kompetent gibt sie erste Informationen an die Delegationsleiter. So an die zuerst eingetroffenen Sportler aus Japan, Kanada, Australien und China.

Längst haben diese vor dem 64. Springertag und 25. Grand Prix des Schwimm-Weltverbandes FINA Brett und Turm in der Neptun-Halle in Beschlag genommen, üben fleißig für den Countdown am Donnerstag, ziehen sich auch in das „Trockendock“, die Turnhalle, zurück. „Da sich bei der eigentlich von den Wasserspringern genutzten unteren Halle in der Rekonstruktion aus objektiven Gründen Verzögerungen ergeben, hat die Stadt unserem Wunsch zur Nutzung der oberen Halle entsprochen“, so Organisations-Chef Andreas Kriehn.

Der Ortswechsel ist im „Hauptquartier“ natürlich auch ein Thema bei der Meldung der Teilnehmer aus aller Herren Länder. Für Sabina Migge und Hannelore Staker hatte hier die Arbeit bereits Mitte der vergangenen Woche begonnen. Das Duo ist verantwortlich für den Transport der Athleten der teilnehmenden Nationen in die Hansestadt. Möglichst zeitnah soll dieser von den Berliner Flughäfen und Hamburg aus erfolgen. Da ist unter Leitung von Migge schon kühler Kopf zu bewahren, schnell auf Unvorhersehbares zu reagieren.

Und so etwas ist selbst auch noch nach „Toresschluss“ nötig: Nicht nur, dass die Russen ihre Teamstärke erhöhten, nein, am vergangenen Donnerstag meldeten noch Großbritannien und Südafrika nach. Wieder war die Planung Makulatur, musste umdisponiert werden – nichts Neues für die eingespielten Damen. Die Last fällt erst von ihnen ab, wenn alle Sportler aus den 27 Ländern vor Ort und in ihren Quartieren sind.

Danach geht es aber wieder neu ans Tüfteln – Koordination der Abreise. Auch hier wird der „Teufel“ erneut im Detail liegen. Die Arbeit beider Migges ist einer von vielen Bausteinen einer perfekten Organisation. „Und genau die wollen wir wieder bieten“, sagt Vereinspräsident Rainer Milles.