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Shorttrack Schienen treffen erst mit Verspätung ein

Von Peter Richter | 11.02.2019, 19:35 Uhr

Die Rostockerin Svea Rothe muss sich zum Auftakt des European Youth Olympic Festival in Sarajevo Kufen ausleihen

Eigentlich war ja für Svea Rothe allein die Tatsache, am European Youth Olympic Festival (EYOF) in Sarajevo mit 32 Konkurrentinnen aus 19 Ländern teilnehmen zu dürfen, schon aufregend genug – doch dabei sollte es für die Shorttrackerin vom ESV Turbine nicht bleiben: Die Rostockerin selbst kam zwar gut in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina an, nicht aber die Tasche mit ihren Schlittschuh-Kufen. So musste sie fürs Training und gestern auf der ersten Teildisziplin 1500 Meter erst einmal auf die Ersatzschienen ihres Mannheimer Teamgefährten Till Schäfer zurückgreifen: „Das lief nicht ganz so gut. Dennoch hätte ich eine Runde weiterkommen können.“

Dass dies nicht klappte, sei genauso „ein wenig ärgerlich“ gewesen wie der Penalty in der Staffel: Im Mixed-Mannschaftsrennen über 3000 Meter wurden die vier deutschen EYOF-Starter – Rothe, Schäfer sowie die Dresdner Anna Baber und Jonas Hammermüller – wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. Svea: „Weil wir nach einem Sturz einmal Junge auf Junge gewechselt haben, und das darf man nicht.“ Wenigstens waren die Schienen der 15-Jährigen bis zum Staffel-Wettkampf eingetroffen.

Das ist das EYOF

Das Europäische Olympische Jugendfestival (European Youth Olympic Festival) findet alle zwei Jahre jeweils zwischen den Olympischen Spielen statt. Dabei treten 13- bis 17-jährige Sportler/innen in ausgewählten olympischen Sportarten an. Neben Sarajevo gibt es auch im Sommer 2019 ein EYOF, und zwar vom 21. bis 27. Juli in Baku (Aserbaidschan). Svea Rothe ist in Bosnien und Herzegowina die einzige Teilnehmerin aus Mecklenburg-Vorpommern.