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Ein Artikel der Redaktion NNN

Wasserspringen Martin Wolfram ist der Mann des Tages

Von Bernd-Dieter Herold | 15.02.2019, 21:11 Uhr

Für die deutschen Teilnehmer gab es am Freitag beim 64. Springertag einen doppelt goldenen und silbernen Auftakt

Was für ein Auftakt für die deutschen Wasserspringer am Freitag beim in den 64. Springertag eingebetteten 25. Grand Prix des Schwimm-Weltverbandes FINA: Sieg für Martin Wolfram aus Dresden vom Drei-Meter-Brett und die Berliner Lars Rüdiger/Patrick Hausding im Synchronspringen (3 m) sowie Doppel-Silber für Maria Kurjo von der Zehn-Meter-Plattform hinter der Kanadierin Celina Toth sowie aus gleicher Höhe mit ihrer Berliner Partnerin Elena Wassen beim Sieg der Russinnen Ekaterina Beliaewa/Julia Timoschinina! Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow war mehr als zufrieden. Die Überraschung des ersten Finaltages: Chinas erfolgsverwöhnter Delegation blieben nur zwei dritte Plätze.

Mann des Tages war zweifelsohne Wolfram. Wie er seine Schwierigkeiten in das Sprungbecken der Schwimmhalle Neptun stellte – einfach klasse! Lediglich beim 307c, Dreieinhalb Auerbach gehockt, „wackelte“ er, bewies aber eiserne Nerven. Eine Augenweide war der viereinhalbfache Salto vorwärts, der ihm mit 77,90 Punkten seinen Tageshöchstwert einbrachte. Da spielte es keine Rolle mehr, dass ihn der Italiener Lorenzo Marsaglia (83,60) noch ein wenig besser darbot, denn vor dem „Schlussgong“ hatte Martin bereits über 20 Zähler Vorsprung.

Eine Augenweise für sich waren auch Rüdiger – als Solist wurde er sehr guter Vierter – und Hausding. Das Duo lag nach Pflicht und zwei Kürsprüngen an dritter Stelle. Dann kamen aber der Dreieinhalb Auerbach und der Zweieinhalb Salto vorwärts mit zwei Schrauben astrein ins Wasser – die Konkurrenz war geschlagen.

Erhobenen Hauptes ging Maria Kurjo aus dem Wettbewerb. An die Kanadierin kam sie nicht heran, doch ohne großen Fehler sicherte sie Rang zwei ab. Elena Wassen wurde Final-Sechste.

Am Sonnabend und Sonntag greifen die Rostockerinnen Thalea Paschel und Jette Müller in das Geschehen ein.