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Ein Artikel der Redaktion NNN

FC Hansa Rostock Ein Pferdekuss in einer schön starken Variante

Von Thomas Baake | 01.04.2019, 18:00 Uhr

Wie beim Kickboxen ein Low kick: Für Verteidiger Julian Riedel war das 3:1 gegen den FSV Zwickau ein schmerzhafter Sieg.

48 Minuten hat sich Abwehrspieler Julian Riedel beim verdienten 3:1-Heimsieg des FC Hansa Rostock gegen den FSV Zwickau in den Dienst der Mannschaft gestellt. Danach war für ihn Feierabend.

„Es ist ein Pferdekuss, wie man ihn so klassisch kennt, aber in einer schön starken Variante. Ich wollte meinen Körper reinstellen und den Gegenspieler blocken. Der läuft mit seinem Knie in meinen Oberschenkel rein. Es war wie beim Kickboxen eine Art Low kick (eine Beintechnik – d. Red.). Dann ist beim Muskel erst mal Feierabend. Ich wollte es noch herauslaufen, aber es ging nicht mehr. Der Muskel zog sich zu. Ich wurde von den Physiotherapeuten gut behandelt. Es ging in die Eistonne, und ich bekam einen Druckverband“, erklärte der 27-Jährige seinen Ausfall.

Mit dem Rauslaufen des Schmerzes wurde es allerdings nichts. „Ich habe gemerkt, dass es eher schlechter als besser wurde. Es wäre quatsch gewesen, da weiter herumzuhumpeln. Dafür haben wir gute Jungs draußen, die heiß sind“, beschreibt Riedel seine Entscheidung, das Feld zu verlassen. Gegen die Sachsen war er von FCH-Coach Jens Härtel als linkes Glied der Abwehr-Dreierkette aufgeboten worden. Als Ersatz wurde Jonas Hildebrandt eingewechselt.

Nach dem 3:1-Erfolg gab es eigentlich nichts zu kritisieren. „Ich denke, wir haben insgesamt eine sehr gute Leistung abgeliefert. Wir bekamen leider in der zweiten Halbzeit das 2:1, aber dank ,Mervs‘ (Merveille Biankadis – d. Red.) ,Hattrick‘ haben wir schnell geantwortet und den Sack zugemacht. Mit mehr Fortune hätten wir in den ersten 45 Minuten schon alles klar machen können“, analysierte Julian Riedel die Begegnung.

Ob der Innenverteidiger am Sonntag (13 Uhr Südstadion) beim SC Fortuna Köln auflaufen können wird, darüber gab es am Montag noch keine neuen Erkenntnisse. Riedel ist diesbezüglich jedenfalls optimistisch.