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Handball Eine Medaille und das Final Four im Visier

Von Klaus-Peter Kudruhs | 07.01.2019, 15:37 Uhr

Die Warnemünder MV-Liga-Männer sind mit ihrem dritten Platz mehr als zufrieden. Schwaan kämpft gegen den Abstieg

Nach gut der Hälfte aller Spiele in der MV-Liga 2018/19 der Handball-Männer kämpfen mit dem Güstrower HV und der TSG Wismar eigentlich nur noch zwei Vertretungen um den Titel und Aufstieg in die Oberliga Ostsee-Spree. Der SV Warnemünde und der Schwaaner SV haben sehr unterschiedliche Ausgangspositionen für die restlichen neun Partien.

Die Ostseestädter nehmen aktuell den dritten Platz ein. „Damit bin ich mehr als zufrieden“, meint Coach Matthias Schmidt. „Unsere Mannschaft hat sich in Vorbereitung der neuen Saison verstärken können und fand sich schnell zurecht – sportlich und auch menschlich. Die neuen Akteure wurden gut aufgenommen. Es besteht eine gesunde und förderliche Konkurrenz. Die Harmonie und das Klima stimmen auf dem Feld ebenso wie daneben.“

Für den SVW war die Rückkehr von Florian Polkehn und Johannes Spitzner ebenso eine wichtige Bereicherung wie der Wechsel von Tommy Jung und Sascha Stolze (beide aus Schwaan) sowie Yannick Schulz und Felix Fick (beide vom HC Empor). Hinzu kam Youngster John Schmeling aus der eigenen „Zweiten“. Wenn demnächst der lange verletzte Peter Wüstemann wieder einsteigt, hat der Trainer in der Formierung seiner Mannschaft fast die Qual der Wahl: „Ganz so ist es nicht, denn viele Faktoren spielen dabei mit. Da ist eine größere Anzahl von gleichwertigen Akteuren schon wichtig. Und die haben wir in einer guten Mischung von Erfahrung und Jugend. Doch im Zusammenwirken haben wir noch Luft nach oben – und auch in der durchgehend gleichmäßigen Gestaltung eines Spiels über 60 Minuten.“

Hier sieht Schmidt auch die Ursache der beiden knappen Niederlagen gegen Wismar (22:23 und 27:28) sowie des in der Schlussphase zustande gekommenen 25:30 in Güstrow. „Hier fehlte uns etwas die eigene Courage. Aber wenn die Mannschaft so zusammenbleibt und sich hier und da noch verstärken kann, bleibt der Aufstieg in die Oberliga im Fokus. Nicht mehr in dieser Saison, aber dann schon“, meint Matthias Schmidt. Eine Medaille soll es jedoch werden und auch das Final Four des Landespokals erreicht werden.

Für Schlusslicht Schwaaner SV kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten. Als neues, aber erfahrenes Trainer-Duo sind Detlef Lankowski und Christian Graf gerade erst angetreten. Zu einem Platz im unteren Mittelfeld fehlen noch etliche Punkte. Der Kampf gegen den Abstieg wird sicher in erster Linie in den Spielen am 2. Februar gegen Vorpommern-Greifswald und am 16. März gegen Stavenhagen entschieden. Ebenfalls zu Hause trifft der SSV – pikanterweise am letzten Spieltag (27. April) – auf den SV Warnemünde.

Statistik

Mit 375 Toren warfen die Warnemünder die zweitmeisten Treffer, stehen bei den wenigsten Gegentoren aber nur auf Platz sechs.

In der Torschützenliste ist Oliver Wende vom SV Warnemünde Achter mit 69 Treffern. Bester Schwaaner: Marcel Frieser (51).

Von 53 Siebenmetern nutzte der SVW 43. Oliver Wende verwandelte 25 von 31 (jeweils 81 Prozent). Schwaan bekam 46 Strafwürfe zugesprochen und vollstreckte 30 (65 Prozent). Marcel Frieser nutzte 16 von 25 Siebenmetern (64 Prozent).

Mit 54 Zeitstrafen befindet sich Warnemünde auf Platz zwei der Liga. Die Sünderliste mit 17 Hinausstellungen führt Tommy Jung an. Auch die beiden roten Karten gehen auf sein Konto. Der Schwaaner SV musste 33 Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen. Auch für ihn gab es zwei rote Karten (Niklas Kreim, Paul Kröger).

Rund 1800 Zuschauer hatte der SVW in seinen bisherigen 13 Partien, davon etwa 800 in sechs Heimspielen. Hinter Wismar (2300) und Grimmen (1900) bedeutet dies Platz drei. Schwaan spielte vor 1500 Zuschauern (800 in sieben Heimpartien).