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FC Hansa Rostock Ein Gegner mit untypischem Spielaufbau

Von Sebastian Lindner | 20.01.2019, 15:56 Uhr

Der Rostocker Fußball-Drittligist vor dem letzten Härtetest am Dienstagabend bei Zweitligist Holstein Kiel

Kaum nimmt Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock nach dem Camp in Belek den Trainingsbetrieb wieder auf, steht auch schon der erste Härtetest bevor: Dienstag reist die Kogge nach Kiel, um 18 Uhr gegen die KSV Holstein im letzten Test vor der Fortsetzung der Punktspiele bei Eintracht Braunschweig (Sonntag 14 Uhr) ein letztes Mal unter Idealbedingungen zu proben.

Auch wenn Trainer Jens Härtel längst schon eine Idee im Kopf hat, wie er sein Team auflaufen lassen will, was dann ein Indiz für die Aufstellung gegen Braunschweig ist, sagt er doch: „Wir müssen die Belastung verteilen und werden nicht alle über 90 Minuten durchjagen.“ Ansonsten bliebe keine Zeit, sich noch einmal vernünftig auf das Spiel am Sonntag vorzubereiten, „denn dann könntest du nur noch regenerieren“. Trotzdem will er natürlich, dass sich seine Mannschaft gegen die „Störche“ so gut wie möglich verkauft. „Klar sind Ergebnisse immer wichtig, aber auch die Art und Weise, wie man auftritt“, sagt der Trainer. Allerdings sei es als Drittligist auch keine Schande, bei einem ambitionierten Zweitligisten – die Kieler sind aktuell Fünfter nur vier Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz – zu verlieren. Dennoch: „Wenn wir uns gut präsentieren, vielleicht ein Tor machen und nicht allzu viel zulassen, wäre das doch schon gut.“ Aus Magdeburger Zeiten kennt Härtel den Gegner noch gut. Nach einer 1:0-Führung verlor der 1. FCM erst durch zwei Tore in der Schlussviertelstunde. „Die Kieler haben schon einen untypischen Spielaufbau. Sie versuchen, fast immer einen Innenverteidiger mit auf die Sechser-Position zu schieben. Auch die Außenverteidiger rücken da mit ein. Es gibt insgesamt viele Positionswechsel, und trotzdem ist immer alles besetzt. Das macht es schwer, Zugriff zu bekommen“, analysiert der Coach. Obendrein stünde mit Kenneth Kronholm ein Torhüter zwischen den Pfosten, der sich ebenfalls am Spielaufbau beteiligt und mutig mitspielt.

„Die Kieler werden uns alles abverlangen“, weiß Jens Härtel. „Es ist schon ein reizvolles Spiel. Und wenn wir sehen, dass wir gegen Kiel gut bestehen, dann sollten wir auch vor Braunschweig keine Angst haben.“