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Shorttrack Adrian Lüdtke auf Platz 34 bei der Europameisterschaft

Von Peter Richter | 13.01.2019, 22:10 Uhr

Nach einer "Nullnummer" zu Beginn des Events kämpfte sich der Rostocker in Dordrecht über die Ranking Finals noch vor

Bei den Shorttrack-Europameisterschaften in Dordrecht (Niederlande) musste sich Adrian Lüdtke vom ESV Turbine mit Platz 34 unter 44 teilnehmenden Männern begnügen. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber seinem Debüt im Vorjahr in Dresden (damals 36.), doch der erhoffte Platz unter den ersten 30 gelang nur dem zweiten Deutschen, Christoph Schubert vom EV Dresden (17.).

Der Rostocker kam über 1500 Meter nach einem mit Penalty (Disqualifikation) einhergehenden Sturz im Vorlauf gar nicht in die Wertung, blieb auch auf den 500 und 1000 Metern früh auf der Strecke, kämpfte sich dort aber über die Ranking Finals noch auf die Positionen 24 und 28.

Adrian Lüdtke ärgerte sich besonders über den verkorksten Einstieg am Freitag auf den 1500 Metern: „Bis zu den letzten drei Runden (à 111 Meter – d. Red.) war ich ganz gut dabei und wollte Schwung holen, um zu überholen. Dann wurde ich innen überholt. Wir (er und der Lette Berzins – d. Red.) standen am Kurveneingang nebeneinander und sind zusammen gestürzt. Das PEN gab es sicher dafür, dass er gerade überholt hat und dadurch im Recht war.“

Die Mehrkampf-Europameister-Titel gingen an Shaolin Sandor Liu (Ungarn) und die Niederländerin Suzanne Schulting.

Die größte deutsche Hoffnung Anna Seidel wurde nach Stürzen über 1500 Meter und gestern im 1000-Meter-Viertelfinale (plus Penalty) lediglich Gesamt-Dreizehnte (500 Meter Rang sieben).

Die deutsche Frauen-Staffel mit Seidel, Lisa Eckstein, Gina Jacobs und Bianca Walter (alle Dresden) gewann das B-Finale über 3000 Meter und wurde Sechster. Es siegte vor 3000 begeisterten Zuschauern das Quartett der Niederlande. Bei den Männern, die 5000 Meter zurückzulegen hatten, gewann die ungarische Staffel in 6:54,168 Minuten denkbar knapp vor den Gastgebern (6:54,249).

Der niederländische Titelverteidiger Sjinkie Knegt fehlte bei den EM. Der 1500-Meter-Olympia-Zweite hatte zu Hause im Wohnzimmer beim Anstecken eines Holzkamins Brandverletzungen dritten Grades erlitten, als die Flammen seine Kleidung erfassten. Allerdings hatte sich der 29-Jährige mit einer schweren Muskelverletzung bereits vorher abgemeldet: In seiner Garage war sein linkes Bein bei einem Unfall mit einem Gabelstapler eingequetscht worden. (mit dpa, sid)