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Tischtennis Süd-Damen gegen den Letzten

Von Andre Gericke | 10.01.2019, 17:59 Uhr

Am Sonnabend empfängt das Team des TSV Stockelsdorf. Rostocks Herren hoffen beim Vorletzten Bolzum auf erste Punkte

Von Platz fünf aus gehen die Tischtennis-Damen des TSV Rostock Süd in die Rückrunde der Verbandsoberliga. „Wir sind mit unserer bisherigen Saison zufrieden. Jetzt wollen wir die Position verteidigen und vielleicht noch für das eine oder andere Überraschungsresultat sorgen“, sagt Lea Piontkowsky. Die Ausgangslage des Neulings, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen, ist gut. „Das steht für uns an erster Stelle. Ich denke, dass wir dafür mit Platz fünf ordentliche Voraussetzungen haben. Alles andere wäre aus unserer Sicht Bonus, den wir aber natürlich gerne mitnehmen“, sagt die Studentin der Sonderpädagogik, die aufgrund eines Blockseminars morgen im Heimspiel gegen den Tabellenletzten ATSV Stockelsdorf nicht an die Platte gehen kann. Das Aufgebot des TSV Süd bilden Sandy Lingstädt, Sophia Scheel, Claudia Ahrens und Küken Maxi Langschwager, das bislang tolle Leistungen abrief. Die 13-Jährige gewann fünf ihrer sechs Einzel und alle drei Doppel an der Seite von Lingstädt (1) und Ahrens (2). „Gemeinsam mit Claudia (Ahrens – d. Red.) bildet sie ein starkes Doppel. Für uns als Mannschaft ist das natürlich sehr wichtig, weil man da gut in die Spiele reinkommt, da die Doppel immer zuerst ausgetragen werden“, sagt Piontkowsky, die davon ausgeht, dass ihre Teamkolleginnen am Sonnabend ab 16 Uhr in der Sporthalle Erich-Schlesinger-Straße den Kontrahenten nicht unterschätzen: „Das passiert uns nicht. Wir wissen, dass Stockelsdorf noch einmal alles versuchen wird, um auch die Klasse zu halten, und im Hinspiel nicht in Bestbesetzung antrat.“ Damals gewann Süd mit 8:5: „In unserer Halle und vor unseren Fans wollen wir ein ähnliches Ergebnis erzielen und gut ins Jahr 2019 starten.“

Spitzenreiter eine Nummer zu groß

Für die Männer des TSV Süd könnte die Aufgabe zu Jahresbeginn nicht schwerer sein: Bei Spitzenreiter Hannover 96 steigt für die Rostocker der Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nord. Das punktlose Schlusslicht tritt morgen beim Spitzenreiter an. Das Hinspiel gewannen die Niedersachsen in Rostock 9:0.

„Dann haben wir die Partie wenigstens hinter uns“, sagt Süd-Teamsprecher Mathias Wähner, der sich keine Illusionen macht, in Hannover punkten zu können: „Klar werden wir wieder unser Bestes geben, sollten aber auch realistisch genug sein.“

Hannover 96, ebenfalls ein Aufsteiger, der jedoch über deutlich andere finanzielle Mittel verfügt, ist eine Nummer zu groß für die Ostseestädter.

Einen Tag später in Bolzum rechnen sich die Rostocker schon etwas mehr aus. Dann geht es beim Vorletzten an die Tische, der allerdings sieben Zähler mehr als die Südler hat. „Der Klassenerhalt ist für uns eigentlich nicht mehr zu schaffen, dann müssten wir ja quasi alles gewinnen. Dennoch wollen wir uns so teuer wie möglich verkaufen und auf keinen Fall mit null Punkten absteigen. Vielleicht können wir dieses Ziel ja schon in Bolzum erreichen“, erklärt Mathias Wähner.

Auf den ersten fünf Positionen gibt es bei den Ostseestädtern keine Veränderungen. An Nummer sechs vervollständigt Mark Albrecht – Spieler der „Zweiten“ – das Aufgebot des TSV. „Wenn es passt, dann wird er uns in der Rückrunde wohl immer unterstützen“, sagt Wähner, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen erst Anfang der Woche das Training wieder intensiviert hat: „,Svenni‘ (Sven Stürmer – d. Red.) hatte zum Beispiel schon in den vergangenen Wochen wie ein Wilder trainiert.“ Vielleicht zahlt es sich ja aus, und in Bolzum gelingt der erste Punktgewinn. In der Hinrunde waren die Südler beim 5:9 nicht weit davon entfernt.