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Ringen Philipp Nguyen Ho hätte es aufs Podest bringen können

Von Peter Richter | 08.04.2019, 14:14 Uhr

Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend in Witten bzw. Ladenburg war der Warnemünder nah dran an einer Medaille.

Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend-Freistilringer in der Lobdengauhalle in Ladenburg (Nordbaden) war Philipp Nguyen Ho vom SV Warnemünde als Fünfter nicht weit entfernt von einer Medaille. In der mit 26 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm „hat er extrem was geleistet und hätte auch um Platz drei ringen, es sogar aufs Podest bringen können“, befand sein Coach Benno Gallinat. Von sieben Kämpfen verlor Philipp nur zwei jeweils nach Punkten – gegen den späteren Sieger Nico Schmitt vom KSV Rimbach, des weiteren höchst unglücklich das Duell mit Ramon Gersak-Perez (VfK 07 Schifferstadt). „Alle vor ihm platzierten Athleten sind im nächsten Jahr im Gegensatz zu ihm als jüngerer Jahrgang nicht mehr in der A-Jugend startberechtigt“, informierte Gallinat und lobte seinen Schützling: „Philipp trainiert hart und ist extrem fleißig. Er ist ein toller Junge.“

Bei den nationalen Griechisch-Römisch-Titelkämpfen in der gleichen Altersklasse in der Fritz-Husemann-Sporthalle in Witten (Nordrhein-Westfalen) vermochten leider nicht alle hiesigen Teilnehmer ihr Leistungsvermögen abzurufen.

Überzeugen konnte in jedem Fall Daniel Gielow vom PSV Rostock in der Kategorie bis 65 kg, wo die 21 Starter vom Leistungsniveau dicht beieinander lagen. „Er hat ein Riesenturnier gerungen“, bescheinigte ihm sein Heim-Trainer Lars Abrutat und ging ins Detail: „Nach zwei gewonnenen Vergleichen verlor er den dritten Kampf gegen Calvin Keil (RG Lahr) unglücklich, als er bei Punkte-Gleichstand von 10:10 die falsche taktische Entscheidung traf. Im anschließenden Duell mit Lennart Bieringer vom TSC Mering führte Daniel bis wenige Sekunden vor Schluss mit 2:1, machte dann noch eine eigene Aktion, einen Wurf ins Aus, den die Schiedsrichter unterschiedlich bewerteten: Der auf der Matte hat eine Wertung für ihn angezeigt, die draußen jedoch haben anders entschieden, und so endete dieser Kampf 2:3. Das war eine strittige Entscheidung, die man aber so hinnehmen muss. Wäre Daniel hier siegreich gewesen, hätte er sogar noch um Gold ringen können.“ So wurde es letztlich Platz neun.

Weitere Ergebnisse: 6. Antony Nitzschner (PSV/45 kg), 11. Fabian Wiesemann (PSV/51 kg), 14. Lenny Mantau (SVW/51 kg), 18. Florian Wiesemann (PSV/55 kg)