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Ein Artikel der Redaktion NNN

Ringen Silber beim Grand Prix in Dormagen für Rebekka March

Von Peter Richter und Lars Abrutat | 27.02.2019, 15:52 Uhr

Zweite beim Großen Preis ist nicht das schlechteste Ergebnis – Küstenringer bei den „Norddeutschen“ sehr erfolgreich

Es war ein, so Trainer Benno Gallinat, „durchwachsenes Wochenende“ für die Ringerinnen des SV Warnemünde beim Grand Prix in Dormagen.

Juniorin Josefine Purschke konnte gar nicht erst teilnehmen, „weil sie sich einen Muskelfaserriss in der Schulter zuzog und ein Problem mit der Bizepssehne hat, deshalb erst mal 14 Tage gar keinen Sport machen darf“, informiert ihr Heim-Coach und zugleich Onkel.

Josies Zwillingsschwester Angelina ging trotz eines vorangegangenen grippalen Infekts auf die Matte. In der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm musste sie sich, obgleich ringerisch besser, der physisch stärkeren Spanierin Aintzane Gorria Goni auf Schultern beugen und mit Rang elf begnügen.

Hinsichtlich der EM und WM 2019 sind für die Juniorinnen allerdings die Deutschen Meisterschaften vom 22. bis 24. März in Kirrlach (Nordbaden) sowie das Kaderturnier im Mai in Bukarest von größerer Bedeutung als Dormagen, zumal sie dort gemeinsam mit den Frauen starteten.

Bei den Kadettinnen belegte die national unangefochtene Rebekka March Rang zwei. In ihrem Gewichtslimit bis 49 kg wurde nordisch gerungen (jeder gegen jeden). Sie gewann viermal. Nur im Vergleich mit der Kasachin Zeinep Bayanova, den sie nach Punkten verlor, „kam sie ins Schwimmen, obwohl sie den Kampf eigentlich dominierte. Aber manchmal läuft’s halt nicht. Bekki hat jedoch wieder einen Schritt gemacht“, so Benno Gallinat, „und ein zweiter Platz beim Großen Preis ist ja eigentlich auch nicht das schlechteste Ergebnis.“

Weitere Platzierungen, Kadettinnen: 14. Elina Lüttge (57 kg), 7. Luisa Scheel (61 kg)

Letztere hatte ein bisschen Pech und scheiterte nach einem Sieg knapp an der erfahreneren, bereits EM- und WM-gestählten Kroatin Iva Geric.

Gleich viermal norddeutsches Gold für die Küstenringer

Ein Teilnehmerfeld von 253 Sportlern aus 29 Vereinen boten die Norddeutschen Meisterschaften in Lübtheen. Zehn Küstenringer vom PSV Rostock beziehungsweise SV Warnemünde kämpften sehr erfolgreich um die Medaillen mit. Am Ende holten sie vier Titel, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Ein ganz starkes Turnier zeigten sowohl Daniel Gielow (Gold/A-Jugend/bis 65 Kilogramm) und Justin Schimpf (beide PSV/Gold/B-Jugend/62 kg) im Griechisch-Römisch als auch Philipp Nguyen Ho (SV Warnemünde/A-Jugend/65 kg) mit Silber ebenfalls im klassischen sowie Bronze im Freistil. Damit stellten sie ihre Ambitionen für die Deutschen Meisterschaften unter Beweis.

Antony Nitzschner und Fabian Wiesemann (beide PSV) holten in ihren Gewichtsklassen ebenfalls die Titel. Lenny Mantau (SVW), der im Finale knapp unterlag, sowie Florian Wiesemann (PSV) rundeten mit Silber und Bronze das gute Abschneiden der Küstenringer ab.

Moritz Langer (PSV) und Eric Pillat (SVW) gingen als Junioren bei den Männern an den Start. Sie konnten sich in der sehr starken Konkurrenz im freien Ringkampf noch nicht vorn platzieren.

In der Mannschaftswertung der A-Jugend (14 bis 17 Jahre) konnte der PSV seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und landete erneut ganz oben auf dem Podium.

Der letzte Prüfstein auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften sind die mitteldeutschen Titelkämpfe an diesem Wochenende in Berlin.