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Leichtathletik Julia Ulbricht will den Titel verteidigen

Von Andre Gericke | 21.02.2019, 16:56 Uhr

Die Rostocker Speerwerferin startet mit vier Vereinskollegen bei den Deutschen U20-Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf

Fünf Leichtathleten des 1. LAV Rostock nehmen am Wochenende an den Deutschen U20-Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf in Sindelfingen teil:

Titelverteidigerin Julia Ulbricht und Eric Frank im Speerwurf, Magnus Buchwald über die 200 Meter und in der Staffel, Hannah Bittorf im Dreisprung sowie Leonard Wesols über die 800 Meter. Die ebenfalls gemeldeten Marten Hufschild (60 Meter) und Timo Liedemit (800 Meter) verzichten auf einen Start in Baden-Württemberg.

„Wir haben uns nicht extra auf diesen Wettkampf vorbereitet, sondern bestreiten ihn aus dem vollen Training heraus. Dennoch sind beide Athleten in der Lage, um den Titel mitzukämpfen, wenn sie ihr Leistungsvermögen abrufen“, sagt Mark Frank, Sportlicher Leiter des 1. LAV und Heimtrainer von Julia Ulbricht und Eric Frank.

Das Duo reist mit ehrgeizigen Zielen nach Sindelfingen und will bei der Vergabe von Titel und Medaillen ein Wörtchen mitreden. „Ich möchte meinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen und möglichst über 45 Meter werfen“, sagt die 18-Jährige, die 2018 in Halle mit 47,14 Metern Deutsche U20-Winterwurf-Meisterin wurde. „Ich gehe mit ihrer Zielstellung mit, aber glaube, dass man für die Medaillen doch über 48 Meter werfen muss. Aber Julia hat das auch drauf, wenn sie einen Versuch richtig trifft. Wir sind erst einmal froh, dass wir ohne große gesundheitliche Ausfälle durch den Winter gekommen sind“, so Mark Frank.

Sein Sohn Eric peilt eine Weite „zwischen 63 und 65 Metern an, und natürlich möchte ich auch gewinnen und den Titel holen“, so der 17-Jährige. Sein Vater und Trainer glaubt, dass man dort auch hinwerfen muss, wenn man aus Sindelfingen Edelmetall mitnehmen möchte: „Ich denke, dass 63 Meter im Kampf um Bronze nötig sind. Will man ganz vorne landen, geht es in Richtung 65 Meter und mehr. Aber es ist auch ein Meisterschaftswettkampf, da kann immer alles passieren. Viel hängt auch vom Nervenkostüm der Athleten ab.“ Diesbezüglich macht sich Mark Frank um seine Schützlinge aber keine großen Sorgen: „Beide sind eigentlich Wettkampftypen und können im Ernstfall immer noch eine Schippe drauflegen.“

Im Sprintbereich vertritt Magnus Buchwald, der in diesem Winter schon mit tollen Leistungen auf sich aufmerksam machte, den 1. LAV. „Ich denke, dass es für den Endlauf reichen könnte. Das wäre ein schöner Erfolg. Was dann noch kommt, muss man sehen. Einige Sprinter starten ja auch noch über 60 Meter. Da muss man sehen, wie sie die Belastung verkraften. Aber Magnus ist gut drauf“, so sein Heimcoach Peter Schörling.

Zudem wird Buchwald noch mit weiteren Läufern aus Mecklenburg-Vorpommern in einer gemeinsamen Viermal-200-Meter-Staffel an den Start gehen.

Über 800 Meter sollte Leonard Wesols berechtigte Chancen auf eine Teilnahme am Endlauf haben.

Außenseiterchancen auf eine Medaille besitzt zudem Dreispringerin Hannah Bittorf. Allerdings war sie für drei Wochen im Urlaub und „ist erst seit drei, vier Tagen wieder im Training. Daher müssen wir mal sehen, wozu sie in der Lage ist. Der Einzug in den Endkampf sollte realistisch sein. Wenn alles klappt, ist sogar eine Medaille drin. Doch bislang hatte sie in diesem Jahr bei zwei Wettkämpfen jeweils einen gültigen Versuch. Aber der kann ja auch reichen“, so ihr Coach Birger Voigt.