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Ein Artikel der Redaktion NNN

Drachenboot-Sport Der 13. Indoorcup war ein Spektakel

Von Tom Reiser | 13.01.2019, 19:53 Uhr

Drachenboot in der Schwimmhalle: Der SV Breitling hat das womöglich größte Event dieser Art auf die Beine gestellt

Der SV Breitling weckte für zwei Tage den Drachen aus seinem Winterschlaf und brachte beim 13. Indoorcup das Wasser und die Stimmung auf den Rängen in der Schwimmhalle Neptun zum Kochen. Sportlich gesehen ist es eine Art „Tauziehen“ und eine inzwischen etablierte Wintervariante des Drachenbootsports. Zwei Teams mit je acht Sportlern versuchen, den Gegner zirka drei Meter in Fahrtrichtung voran zu schieben. 66 Mannschaften aus Süddeutschland, Hamburg, Berlin, Brandenburg und sogar aus Polen folgten der Einladung des SV Breitling.

Gerade bei Rennen, die sehr lange dauern, oder bei Kenterungen kochte die Stimmung unter den fast 700 Aktiven, den mitgereisten Fans und Supportern, den rund 300 Besuchern und den über 40 Helfern des SV Breitling über. „Lange Rennen hatten wir dieses Jahr gleich am Anfang der Wettkämpfe jede Menge und sogar eine Kenterung“, berichtet Organisationsleiter Tom Reiser vom SV Breitling.

Dieses Mal erwischte es die Teams „Amber Szczecin“ aus Stettin und „Lucky Punch“ aus Lübeck. Die Crews schaufelten sich in einem sehr langen und intensiven Rennen so viel Wasser in das Boot, dass es schließlich – passend zu den Klängen des Titanic-Liedes – mit den noch immer kämpfenden Sportlern im Schwimmbecken unterging. „Die Halle tobte minutenlang, man konnte sein eigenes Wort nicht hören“, so Reiser.

Die fünf Rettungsschwimmer um Dirk Ruß und eine Ärztin von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG, die die Veranstaltung absicherten, waren aber zu keinem Zeitpunkt gefordert.

In den Startklassen Jugend, Ladies und Open wurden die Pokale der Ostseesparkasse Rostock ausgefahren.

Im Mixed-Wettkampf (je vier Männer und Frauen) gab es wegen der Vielzahl der teilnehmenden Mannschaften drei Kategorien. Die Gewinner: WSV Anhalt mixed (SWRAG-Cup der Stadtwerke Rostock), SVB Blue Bulls (Ospa-Cup) und Zoo-Center Dragons (Breitling-Cup).

Mit dem Indoorcup hat der SV Breitling in Rostock das wohl größte Event dieser Art – mindestens deutschlandweit – auf die Beine gestellt. „Das Hallenschwimmbad Neptun mit seinen technischen Möglichkeiten und den Tribünen mit immerhin 3000 Sitzplätzen ist natürlich aber auch eine perfekte Wassersport-Arena“, so Tom Reiser.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer des Vereines hatten die Veranstaltung prima im Griff, und die Rennen endeten nach einem sehr langen und spannenden Tag am Sonnabend pünktlich um 18 Uhr mit der Ehrung der Sieger.