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FC Hansa Rostock Ein Dank an die Knirschschiene

Von Sebastian Lindner | 16.01.2019, 17:12 Uhr

An Tag neun im Trainingslager spricht Pascal Breier über Migräne, die Ernährung und die langen letzten Tage im Camp

Nach überstandener Migräne-Attacke war Pascal Breier gestern wieder voll im Training. Es sei alles nur halb so schlimm gewesen, meinte er: „Nach drei, vier Stunden war alles wieder gut.“ Was die Gründe für die Anfälle sind, weiß Breier selber auch nicht so recht. „Ich hab schon viel überlegt, woran es liegen kann“, so Hansas Angreifer. Seit er eine sogenannte Knirschschiene hat, ist es aber besser geworden. Eine was? „Das ist eine Art Zahnschutz, den ich beim Schlafen trage und der verhindert, dass durch zu viel Druck und Verspannung im Kiefer die Zähne aneinander reiben und eben knirschen“, erklärt er. Und es scheint zu helfen. „Früher hatte ich alle paar Wochen Migräne, jetzt das letzte Mal im Sommer. Es ist also schon deutlich besser geworden“, freut sich der 26-Jährige. Seine Aktien daran hat übrigens auch Hansa-Fanreporter Arvid Langschwager, der im echten Leben Zahnarzt ist. „Er hat mir gesagt, dass die Attacken auch vom Zähneknirschen kommen können, und mir erklärt, was da helfen könnte.“

Vom Thema Zähne ist es nicht weit zum Nächsten: Essen. Das sei nach Ansicht von Pascal Breier hier im Rostocker Mannschaftshotel in Belek ganz gut. Gehört hat man da auch schon ganz andere Sachen aus der Türkei. Da im Trainingslager aufgrund der höheren Belastung auch ein gesteigerter Energiebedarf vonnöten ist, „können wir uns den Teller schon auch vollhauen. Wir haben auch freie Auswahl, uns guckt keiner auf den Teller und sagt ‚Das geht‘ oder ‚Das darfst du nicht‘“. Natürlich müsse man aber schon genau darauf achten, was ein jeder zu sich nehme. „Jeder muss selber wissen, was er verträgt. Ich glaube, wir sind alt genug, nicht die fettigen Sachen zu nehmen oder halt Gewürze wegzulassen, die uns nicht bekommen. Und wenn sich einer nur am Dessert bedient, wird er es schon lernen, wenn es dann hinterher muskuläre Probleme gibt.“ Außerdem würden die Profis auch regelmäßig gewogen, sagte Breier. Zudem gab es vor dem Trainingslager in Rostock auch Gespräche mit der Ernährungsberaterin der Mannschaft. „Sie hat uns gesagt, worauf wir Wert legen oder was wir vermehrt zu uns nehmen sollen. Von daher ist jedem eigentlich auch klar, was er sich auf den Teller packen sollte.“

Vor allem an den letzten Tagen im Trainingslager wird das sicher nicht einfacher, wenn das Gemüt ohnehin schon ein bisschen belastet ist. „Es reicht jetzt auf jeden Fall“, gesteht Pascal Breier. „Ich war bisher noch nie länger als eine Woche im Trainingslager.“ Selbst das habe schon geschlaucht und nun freue sich bereits auf sein eigenes Bett, das gewohnte Umfeld. Auch wenn mit Zimmergenosse Nico Rieble „alles passt, ist es schon ungewohnt, denn man ist die komplette Zeit mit den Kollegen zusammen.“