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Leichtathletik 1. LAV feiert in der Stadthalle seinen 20. Geburtstag

Von Lennart Stahlberg | 25.11.2018, 18:52 Uhr

Der 1. LAV ließ zum "20." die vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren, machte aber auch hohe Ambitionen deutlich.

Höher, schneller, weiter. Die mit knapp 400 geladenen Gästen gefüllte Rostocker Stadthalle kam aus dem Applaudieren nicht mehr raus. Der 1. Leichtathletik-Verein Rostock ließ am Sonnabend zu seinem 20. Geburtstag die vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren, machte aber auch hohe Ambitionen für die Zukunft deutlich. Nichts weniger als Olympia gilt als neues Ziel der Rostocker, und dabei ruht alle Hoffnung auf dem Nachwuchs.

So zum Beispiel auf den drei amtierenden Deutschen Jugend-Meistern aus den eigenen Reihen, Dreispringerin Mara Häusler, 800-Meter-Läufer Timo Liedemit und Speerwerferin Julia Ulbricht. Letztere kam vor drei Jahren zum 1. LAV, um bei Speerwurf-Coach Mark Frank zu trainieren. Als 22-Jähriger hatte Frank im Juli 1999 die erste internationale Medaille bei der U23-EM im Speerwerfen geholt. Heute ist der dreimalige WM-Teilnehmer und Deutsche Meister sowohl Bundestrainer der Speer-Frauen als auch ehrenamtlicher Sportlicher Leiter beim 1. LAV und trainiert junge Athleten auf ihrem Weg zum professionellen Leistungssport. „Wir sind bei unserem Konzept für den Leistungssport auf einem sehr guten Weg. Wir wollen aber auch, dass es weitergeht. Und am Ende stehen die Olympischen Spiele“, sagte Vereinsvorsitzender Ralf Skopnik.

Andreas Blum, Präsident des Landessportbundes, ehrte die Rostocker Leichtathleten besonders für ihren Tatendrang. „Der 1. LAV Rostock steht in besonderem Maße für die Strahlkraft der olympischen Idee. Und für Lebensfreude, Teamfähigkeit, Siegeswillen, aber auch die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen. Hier nehmen Menschen etwas in die Hand und bewegen gemeinsam viel. Da verwundert es nicht, dass er dieses Jahr bereits zum zweiten Mal das Grüne Band des Deutschen Olympischen Sportbundes verliehen bekam. Ohne den 1. LAV wäre Rostock, aber auch das ganze Land um einiges ärmer.“

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling fand ebenso lobende Worte für den Verein. „Die Arbeit des 1. LAV ist wichtig für das gesamte stadtgesellschaftliche Leben. Es gab viele fantastische Momente, an die wir uns immer gerne zurückerinnern. Einen habe ich noch besonders vor Augen. Es war der 12. August 2006 und der Höhepunkt der Hanse Sail. Und gleichzeitig wurde Ulrike Maisch überraschend Europameisterin im Marathon. Dieser Tag ist ein unvergesslicher Höhepunkt in der Sportgeschichte von Rostock.“ Außerdem sicherte er dem 1. LAV weitere Unterstützung in der Zukunft zu. Neben der Sanierung der Laufhalle des Vereins sollen zum Beispiel auch die Übungsleiter zusätzliche Gelder bekommen.

Oft wurde an diesem Abend an den 14. Oktober 1998 erinnert. Denn an diesem Tag ging der Verein aus einer kleinen Abspaltung des SC Empor Rostocks hervor. Heute zählt er mit seinen 1200 Mitgliedern zu den größten in ganz MV.

Neben dem Leistungssport hat der 1. LAV sein Angebot mittlerweile auch für Freizeitsportler, Senioren sowie für Menschen mit Behinderungen erweitert. „Wir sind ein Verein für den Breitensport. Der Leistungssport ist dabei nur das i-Tüpfelchen“, erklärte Skopnik. Besonders stolz sei man zudem auf die Partnerschaften mit dem Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV sowie mit der CJD-Christophorusschule Rostock.