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Goalball Stadtmeisterschaft für den guten Zweck

Von Lennart Stahlberg | 28.11.2018, 15:02 Uhr

Auch einem guten Zweck dient die erste Rostocker Stadtmeisterschaft im Goalball am Sonnabend ab 16 Uhr in Evershagen.

Die American Footballer von den Baltic Blue Stars messen sich mit den Handballerinnen vom Rostocker Handball Club. Die Fußballer des Rostocker FC treffen auf den amtierenden Stadtmeister im Völkerball. Wer diese kuriosen Paarungen sehen möchte, der sollte am Sonnabend, 16 bis 21 Uhr, in der Sporthalle Kranichweg in Evershagen die erste Rostocker Stadtmeisterschaft im Goalball verfolgen. Zusammen mit dem Rostocker Goalball Club Hansa (RGC) veranstalten die Grashoppers aus Rostock das Projekt mit sozialem Hintergrund. Als gemeinnütziger Verein haben die Grashoppers schon ähnliche Veranstaltungen für Hallenfußball und Völkerball ins Leben gerufen.

„Zehn Mannschaften haben sich im Vorfeld zusammengefunden und werden am Sonnabend Goalball gegeneinander spielen“, erklärt Frank Goesch, Vorstandsvorsitzender der Grashoppers Rostock. „Es wird sehr spannend und lustig zu beobachten sein, wie sich die Spieler nur auf ihr Gehör verlassen müssen.“ Ziel sei es vor allem, die Sportart Goalball bekannter zu machen.

Goalball ist die weltweit beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung und bereits seit 1976 paralympisch. Allerdings dürfen diesen Sport auch nichtsehbehinderte Menschen ausüben. Das Ziel des Spiels besteht darin, einen 1250 Gramm schweren Klingelball in das gegnerische Tor zu werfen. Dabei stehen sich die beiden Mannschaften, die aus jeweils drei Spielern bestehen, auf einem neun mal 18 Meter großen Spielfeld gegenüber. Die Tore sind jeweils neun Meter breit und 1,30 m hoch. Alle Spieler auf dem Feld tragen zur Chancengleichheit lichtundurchlässige Brillen. Der Hartgummiball, in dessen Inneren Glöckchen zur akustischen Wahrnehmung sind, muss flach über den Boden geworfen werden. Ein Team besteht aus maximal sechs Spielern.

„Gerade da im Herbst 2019 die Goalball-Europameisterschaft in Rostock stattfinden wird, lohnt es sich, die Sportart in den öffentlichen Fokus zu stellen“, so Frank Goesch. Aber ebenso solle auch der Spaß im Vordergrund stehen. „Und wer weiß, vielleicht stellt sich ja der eine oder andere Spieler als Goalball-Talent heraus. Die Spieler des Rostocker Goalball Clubs stehen den Teams die ganze Zeit betreuend zur Seite.“

Die Einnahmen aus einer Spendenbox sowie aus einer Versteigerung des Nationaltrikots von Rostocks Goalball-Ikone Reno Tiede gehen zum Teil an die Kinderkrebshilfe Rostock und an den RGC Hansa. Das Siegerteam des Abends erhält zudem eine Wildcard für den Ostdeutschen Pokal am 15. Dezember.