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Hansa Rostock verliert 1:4 gegen Frankfurt 0:1 schon nach 64 Sekunden…

Von bjar | 16.09.2011, 10:06 Uhr

Hansa Rostock hat auch im achten Anlauf den ersten Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst und die höchste Saisonpleite kassiert. Der Aufsteiger unterlag am Freitag bei Eintracht Frankfurt mit 1:4.

Fußball-Zweitligist FC Hansa verlor am 8. Spieltag der Saison 2011/12 am Freitag bei Eintracht Frankfurt, Absteiger aus der 1. Bundesliga, mit 1:4 (0:1).

Rostocks Anfangsformation war die gleiche wie beim 0:0 zuvor gegen Braunschweig. Wiemann kehrte also nach verbüßter Gelb-Sperre nicht in die Start-Elf zurück, sondern nahm auf der Bank Platz.

Dort hatten sich die Reservespieler gerade erst niedergelassen, da lagen die Blau-Weißen schon hinten. Holst bereinigte mit dem Kopf zur Ecke. Der Ball kam hoch in den Strafraum. Aus einer üppigen Spielertraube geriet er genau Idrissou vor die Füße. Der nagelte die Kugel nach 64 Sekunden (!) mit voller Wucht über den Kopf des am Pfosten stehenden Lartey ans Aluminium, von wo sie ins Tor sprang.

Nach diesem unglücklichen Auftakt arbeitete sich Hansa aber nach und nach in die Partie. Es häuften sich die Szenen vor dem und im Strafraum der Hessen. Doch weder die Fernschüsse von Perthel (6.) und Holst (13.) noch die Eingaben Ziegenbeins (15., 16.) wiesen echte Gefahr auf. Geradezu kläglich vergeudet wurden von Lartey zwei Freistöße, die in der Mauer landeten (21., 27.).

Bei aller Mühe, die sich die Gäste gaben, war das Dilemma praktisch völlig fehlender Torgefahr allgegenwärtig. Hinzu kam das Pech, dass Schiedsrichter Steuer beim Zweikampf Semmer contra Schil-denfeld im Eintracht-Strafraum ein Stürmerfoul sah. Eine abenteuerliche Entscheidung. Der Elfmeterpfiff wäre angebrachter gewesen. Semmer jedenfalls hatte nichts verbrochen (36.). Wohl aber ein paar kriminelle Subjekte, die im Gäste-Block Feuer entfachten und Raketen abschossen. Als sich die Lage beruhigt hatte, ging es mit leichter Verzögerung in die zweite Hälfte. Die begannen die Schwarz-Roten druckvoll und führten rasch die Entscheidung herbei: 2:0 Meier nach Versagen der rechten Rostocker Defensivseite (52.), 3:0 Idrissou nach Querschläger von Holst (56.). Dazwischen hatten Lartey und Peitz mit Freistoß bzw. Kopfball Semmer in Szene gesetzt, doch dessen Seitfallzieher aus Nahdistanz kam nicht mal
aufs Tor – Unvermögen, anders kann man das nicht nennen. Statt des sicheren 1:2 fiel im Gegenzug das 0:3…

Hansa wehrte sich trotz des klaren Rückstandes und verkürzte durch Jänicke (71.). Keeper Nikolov hatte einen eher harmlosen Schuss des eingewechselten Weilandt prallen lassen. Kurz darauf gab Referee Steuer auf Zuruf seines Assistenten Elfmeter für Frankfurt. Idrissou hatte dem mit dem Rücken zu ihm postierten Pannewitz den Ball an den Arm geköpft – ein Witz, so etwas mit Strafstoß zu ahnden. Gerechterweise vergab Köhler (75.). Dennoch fiel in der Nachspielzeit noch das 1:4 (Eigentor von Holst).

>> TRAINERURTEILE

Peter Vollmann (Rostock): Was mich ärgert, ist die Höhe der Niederlage. Bis zum 0:2 war das nicht abzusehen. Dabei spielt Björn Ziegenbein einen brutalen Fehlpass. Danach fielen wir ein bisschen auseinander. Es ist uns nicht gelungen, unsere lichten Momente vernünftig zu Ende zu bringen.

Armin Veh (Frankfurt): Wir sind natürlich froh, dass wir den schwierigen ersten Heimsieg einfahren und das Gespenst vertreiben konnten. Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht zufrieden. Nach der Pause war unsere Ordnung besser. Hansa hat aber bis zum Ende dagegengehalten.