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Warnemünde 200 neue Stellplätze entstehen

Von MAPP | 10.01.2018, 05:00 Uhr

Ortsbeirat Warnemünde stimmt Voranfrage für den Bau einer Tiefgarage mit zwei Geschossen am Alten Markt zu #wirkoennenrichtig

Der Ortsbeirat hat gestern einer Bauvoranfrage für eine Tiefgarage am Warnemünder Markt zugestimmt. Nach den Plänen des Investors soll sie über zwei Geschosse mit zusammen 200 Stellplätzen verfügen. Mit der Entscheidung folgte der Ortsbeirat der Empfehlung seines Bauausschusses. Insbesondere stimmten die Mitglieder mit dem Antragsteller darin überein, auch die oberirdischen öffentlichen Stellflächen zu erhalten. „Auf diesen können bis zu 113 Autos parken. Diese mit Parkschein und Anwohnerparkschein nutzbare Fläche soll so bleiben“, fordert Arndt Zintler vom Bauausschuss.

Das unterstützt auch Hans-Joachim Richert vom Warnemünde-Verein. Er sagt: „Es gibt genügend Bedarf und es kommen eine Menge Fahrzeuge von der Straße.“ Ihm sei es wichtig, dass die Bäume erhalten bleiben, die vom Verein finanziert wurden. Zu- und Ausfahrt zur und aus der Tiefgarage sollen über die vorhandene Hausdurchfahrt Am Markt an der Südwest-Ecke der Anlage eingerichtet werden. Da es sich bei dem Antrag nicht um einen Bauantrag, sondern um eine Bauvoranfrage handelt, sind die konstruktiven Details sowie die genaue Dimensionierung einschließlich der Zu- und Abfahrten, des Sicherheits- und Fluchtwegesystems und anderes noch nicht ausgewiesen. „Diese Planung wäre dringend erforderlich, wenn eine Zustimmung mit verbindlichem Charakter erfolgen soll“, so Zintler.

Laut Bausenator Holger Matthäus (Grüne) befindet sich der Markt in städtischer Hand. „Ich begrüße die Idee, für Anwohner und Gewerbetreibende Parkplätze zu schaffen“, erklärt er. Allerdings sei er dagegen, Kurzzeitparker und Tagesgäste ins Wohngebiet zu ziehen. Sie sollen eher die vorhandenen Parkhäuser nutzen. Die Hansestadt ist nicht Antragsteller der Voranfrage, hat allerdings Interesse, die Fläche mit der eigenen Parkhausgesellschaft zu bewirtschaften. Matthäus: „Eine stadteigene Gesellschaft, deren Gewinne für alle sozialisiert werden, hat Vorrang vor Privaten.“ Aber er betont auch: „Wer das Projekt letztlich umsetzt, hängt vom Eigentümer – also der Stadt ab. Über entsprechende Verfahren wie Kauf, Pacht oder Erbbaurecht entscheidet letztlich die Bürgerschaft.“