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Warnemünde 69 Soldaten kehren heim

Von MAPP | 25.06.2015, 10:00 Uhr

Nach knapp sechs Monaten ist der Tender „Donau“ von seinem Einsatz zurück

Bei der Rückkehr des Tenders „Donau“ hat es gestern eine Premiere gegeben. Erstmals haben nicht nur die Angehörigen der 69 Frauen und Männer der Besatzung mit Plakaten und Spruchbändern begrüßt, sondern auch die Crew hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: An Bord des Schiffes war ein farbiges Spruchband im XXL-Format angebracht, das so manche Träne der Rührung auslöste. Die Aufschrift: „Heimat ist nicht ein Ort, Heimat ist ein Gefühl, Heimat seid Ihr“. Dazu ließen die Soldaten beim Einlaufen rot-schwarz-gelbe Luftballons in die Höhe fliegen und hatten noch Rosen für ihre Liebsten und Familien dabei.

Die hatten sich bei der Herstellung ihrer Spruchbänder selbst auch ganz schön ins Zeug gelegt. So wie Helga Berndt für ihren Sohn Benjamin. Sie hatte ein Kopfkissen beschrieben und war mit ihrer Tochter Marleen Stampe und deren Tochter Shawna da. Freundin Anja Töllner konnte nicht dabei sein, die steckt mitten in den Prüfungsvorbereitungen als Heilerziehungspflegerin. Der Tender war in den über fünf Monaten unter dem Kommando von Korvettenkapitän Martin Dellin das Flaggschiff des Ständigen Marineabwehrverbandes der Nato. Die Besonderheit bei diesem Einsatz: Der Führungsstab ist aus den Niederlanden eingeschifft worden. Unter dem Befehl des niederländischen Kommandeurs der Einsatzgruppe, Fregattenkapitän Peter Bergen Henegouwen, diente die „Donau“ als Führungsplattform.

Der Nato-Verband nahm an mehreren Manövern und Übungen teil. Die Manöver Joint Warrio im nördlichen Atlantik sowie das Manöver Baltops in der mittleren Ostsee zählte zu den Höhepunkten. Seitdem die „Donau“ am 16. Januar ausgelaufen ist, ist das Schiff insgesamt 9244 Seemeilen gefähren, machte in zwölf Häfen von neun Ländern fest.

Fregattenkapitän und Kommandeur des siebten Schnellbootgeschwaders, Jörn Rühmann, sprach den Heimkehrern und ihren Kommandanten seine Anerkennung und seinen Dank aus. „Ich bin stolz, eine so leistungsstarke Truppe in meinem Geschwader zu haben.“