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Ein Schiff zieht um „Adele“ an den Haken genommen

Von MAPP | 26.07.2018, 20:45 Uhr

Ehemaliges Tochterboot der „Vormann Steffens“ liegt jetzt am Infozentrum der Seenotretter. Einweihung ist zur Hanse Sail.

In einer spektakulären Aktion ist heute das ehemalige Tochterboot des Seenotkreuzers „Vormann Steffens“ umgezogen. Es kam auf dem Wasser von der Tamsen Maritim Werft Gehlsdorf, wo es für diesen neuen Standort vorbereitet worden ist, zum Alten Strom. Dort warteten bereits Paul Fladung vom Krandienst Lange, Jörg Westphal vom Infozentrum der Seenotretter, Architekt Enno Zeug sowie Hans Käther vom Team der ehrenamtlich für die Seenotretter Tätigen. Zu diesem gehört auch Nautikerin Katrin Schmitt sowie Monika Runge und Klaus-Dieter Kudick. Die Polizei hat das ganze Vorhaben unterstützt und den Bereich weiträumig abgesichert mit Absperrungen. Polier Tobias Prange von Asa-Bau und seine Männer haben den künftigen Standort vor dem Haus der Seenotretter markiert. Sie haben mit Findlingen einen Wellenkamm angedeutet. „Die Feinarbeit kommt zur Sail“, sagt der Polier. Es herrschte eine große Ruhe rund um den Einsatzort. Jeder wusste, was er zu tun hatte. Auch Paul Fladung vom Krandienst Lange jonglierte die kostbare Fracht sicher und routiniert. „Ich bin schon seit 1977 als Kranfahrer tätig“, sagt er. Damit die „Adele“ nicht ins Schlingern gerät, hat Hans Käther das Boot an einem Seil festgehalten. Und so wurde es Zentimeter um Zentimeter zu seinem Platz transportiert, den sich Jörg Westphal und Enno Zeug für dieses Boot erdacht hatten. Als es dort endlich angekommen war, war ein großes Aufatmen zu spüren. „Das möchte ich nicht noch mal machen, das war sehr aufregend“, offenbart Jörg Westphal und strahlt. „Aber es ist alles wunderbar gelaufen, alle haben toll mitgemacht. Wir wir freuen uns, wenn das Boot zur Hanse Sail eingeweiht wird“, sagt Westphal. Bis dahin wird um den Bereich ein Bauzaun gestellt und das Boot abgedeckt.

Wenn es enthüllt ist, ist die „Adele“ beleuchtet. „Es sollen dann die Kajütbeleuchtung und die Positionsionslampen das Boot in Szene setzen“, sagt Architekt Zeug. Außerdem soll noch eine LED-Leiste das Areal begrenzen. Die „Adele“ ist 8,12 Meter lang und 2,18 Meter breit. Sie wurde nach einer unbekannten Spenderin benannt, die „Vormann Steffens“ wurde 1989 von der Schiffs- und Bootswerft Schweers gebaut.

Ein weiterer Wunsch der Seenotretter und Beteiligten ist, dass ein maritimes Motiv auf eine Abtrennung kommt. Aber dazu gibt es noch eine Begehung mit Fachämtern.