Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde „Adele“ ziert bald Infozentrum der Seenotretter

Von MAPP | 18.07.2018, 12:00 Uhr

Ausrangiertes Beiboot soll Vorplatz verschönern. Umbenennung in Stephan-Jantzen-Platz im Gespräch.

Im Haus der Seenotretter Am Leuchtturm 1 herrscht Vorfreude. Der Leiter des Infozentrums Jörg Westphal, seine Mitarbeiterin Thekla Riemer und Architekt Enno Zeug haben das Etappenziel für ein langgehegtes Projekt fast erreicht: Sobald alle Genehmigungen erteilt sind, wird voraussichtlich Ende nächster Woche das Tochterboot „Adele“ von der „Vormann Steffens“ mit einem Kran an seinen künftigen Platz gehievt. Es soll an der Stirnseite des Informationszentrums der Seenotretter aufgestellt werden. Westphal ahnt: „Das wird bestimmt ein beliebtes Fotomotiv.“ Das Tochterboot soll so platziert werden, dass es eine Fahrenssituation nachahmt. Bei der Umsetzung hilft die Firma Asa-Bau, die dem Boot mit Findlingen und auf andere Weise einen guten Halt geben will.

„Die Idee entstand, als ich mit Nicolaus Stadeler, dem Chef der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), 2011 aus dem Fenster auf den nicht besonders schönen Platz davor geguckt habe“, erinnert sich Westphal. Da wünschte sich der DGzRS eine Verbesserung. Und Westphal brachte den Vorschlag, das ausrangierte Tochterboot aufzustellen. Jetzt hat der Ortsbeirat zugestimmt und für eine Begehung mit Fachämtern plädiert, damit auch die restliche Fläche neben der „Adele“ städtebaulich aufgewertet wird. Im Optimalfall verschwinden durch eine kleine Wand mit Motiv auch die Mülltonnen und andere Dinge der Cubar, die im Zwischengang vom Bäcker zum Rondell lagern.

Ortsbeiratsmitglied Jobst Mehlan spricht sich dafür aus, den Platz vor dem Haus der Seenotretter in Stephan-Jantzen-Platz umzubenennen. „Es wäre berechtigt, weil Jantzen das Seenotrettungswesen ins Leben gerufen und vielen Menschen mit seinen Männern das Leben gerettet hat“, so Westphal.

Weil die Seenotretter ihren Lotsenkapitän ehren, legen sie am 19.07. um 10 Uhr am 105. Todestag von Stephan Jantzen ein Gesteck an dessen Grabstelle im Jantzen-Park. Mit dabei sind Kinder der Kita Strandmuschel.