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Rostock Alle sind an Deck für die Olympia-Bewerbung

Von MABO | 28.03.2015, 08:00 Uhr

Wirtschaft und Stadt setzen sich gemeinsam für die Segelwettbewerbe in Warnemünde ein

„Segeln zum Greifen“ – mit diesem Motto sollen die Olympischen Spiele 2024 nach Rostock-Warnemünde geholt werden. „Es bedeutet zum einen, dass die Gäste bei uns sehr nahe am Geschehen sind und zum anderen, dass der Sport in der Hansestadt eine ganz besondere Stellung hat und hier jeder sportbegeistert ist“, erklärt Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie und Handelskammer (IHK) zu Rostock. Dies ist in einem Logo entsprechend der Stadtfarben festgehalten und gestern vorgestellt worden.

Ein Initiativkreis bestehend aus verschiedenen Vertretern der Rostocker Betriebe hat sich zusammengeschlossen, um die weitere Strategie für die Olympia- Bewerbung voranzubringen. „Ich glaube fest daran, dass wir weiterhin gute Chancen auf Olympia haben. Während der Diskussionen haben wir uns hanseatisch-cool verhalten“, sagt Matthias Bohn von der Eurawasser Nord GmbH.

Ebenso Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) betont die Wichtigkeit des Segelsports für die Hansestadt: „Wir werden den Sport mit 200  000 Euro zusätzlich fördern, wovon 100  000 Euro dem Segelsport zukommen. Diese Disziplin gehört einfach zu Rostock.“

Deshalb unterstützt auch die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) die Bewerbung. „Olympische Spiele bringen zugleich für die Wirtschaft in der Region einen spürbaren Aufschwung. So löst bereits die Vorbereitung der Spiele wichtige Aufträge aus, sichert damit Arbeits- und Ausbildungsplätze“, sagt Claudia Alder, Hauptgeschäftsführerin der HWK.

Methling fordert jeden Rostocker auf, mit dem neu gestalteten Logo den olympischen Geist nach Außen zu transportieren, „denn hier will jeder mitmachen. Es sind alle an Deck“, so der OB.

Diese Zusammenarbeit sieht IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen als „wunderbare Gelegenheit, Ost und West noch stärker zu vereinen“. Die Weichen für Olympia in Warnemünde werden am 9. April bei einem Treffen mit Vertretern des Deutschen Olympia Sportbundes, des Deutschen Segler-Verbandes sowie der Stadt Hamburg in Rostock gelegt. „Im Anschluss besuchen sie noch Travemünde und Kiel. Und Ende April müssen sie dann einfach Warnemünde wählen“, sagt Bohn mit einem Lachen.