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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Amerikanischer Basketballer fiebert mit Barack Obama

Von nicp | 05.11.2012, 06:54 Uhr

Barack Obama oder Mitt Romney? - Zu den heutigen Präsdidentschaftswahlen in den USA fiebert Kwame Morgan aus Washington DC mit seinen Landsleuten.

Seit August diesen Jahres ist er in der Hansestadt, spielt als Führungsspieler Basketball beim EBC Rostock.

Die Wahlen verfolgt er jetzt aus Deutschland, spricht viel mit Freunden und der Familie aus den USA. Darum, dass Kwame auch von hier aus wählen kann, hat sich auch seine Familie gekümmert. "Meine Mutter geht mir schon fast auf die Nerven mit einer Briefwahl ", erzählt der 24-Jährige. Sie sei sehr hartnäckig und nimmt die Wahl ernst - Kwames Glück, denn jetzt hat er die richtigen Unterlagen zuhause. Gestern abend hat der junge Basketballer sich darum gekümmert. Er hofft das alles klappt und er so seine Stimme abgeben kann.

Für wen, musste er nicht lange überlegen. Der demokratische Barack Obama ist sein eindeutiger Favorit. "Einen afroamerikanischen Präsidenten zu haben, ist etwas sehr bedeutsames. Meine Familie hätte nie gedacht, dass das passiert", sagt Kwame. Er wünscht sich, dass Obama auch an der Macht bleibt. "Ich mag ihn für das was er für Menschen in meinem Alter gemacht hat", sagt der Basketballspieler. Der Kwame lobt den Einsatz des Demokraten für die Bildung. Er hat selbst ein College besucht und seinen Abschluss in Jura gemacht.

"Obamas Frau war sogar an meinem College und hat dort gesprochen", erzählt der 24-Jährige. Das beeindruckte ihn. Er schätzt den Präsidenten und seine Frau für ihr Bestreben, das Bildungssystem zu öffnen und es den Studenten finanziell leichter zu machen. "Viele können sich ein Studium nicht leisten", sagt er. Es erschwinglich zu machen und so allen die gleichen Chancen zu geben, würde er sich wünschen. Was heute in seiner Heimat passiert, verfolgt der 24-Jährige über das Internet. Er wird mit seinen Freunden skypen und wie jeden Tag mit seiner Familie telefonieren.

Sein Vater arbeitet bei der Metro. Seine Mutter beschäftigt sich mit Einwanderung, sie vergibt Staatsangehörigkeiten. Kwames Schwester hat sich auch für ein Studium entschieden. Die Familie hat ein gutes Verhältnis, teilt auch die politische Vorliebe für den amtierenden Präsidenten. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Obama nicht gewinnt. Aber wenn es so wäre, wäre ich wirklich enttäuscht", sagt Kwame. Das Ergebnis will er sich morgen früh gleich als erstes ansehen. Irgendwann wird er in die USA zurückgehen. Er hat sich im Studium auf Strafjustiz spezialisiert und will als Strafverteidiger oder Kriminalbeamter arbeiten.