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Fußballrandale bei Hansa Rostock Anklage wegen versuchten Totschlags

Von Redaktion svz.de | 17.03.2015, 16:25 Uhr

Nach dem Wurf eines Pflastersteins gegen einen Polizisten bei einem Spiel des FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 32-jährigen Mann erhoben.

Nach dem Wurf eines Pflastersteins gegen einen Polizisten bei einem Spiel des FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 32-jährigen Mann erhoben. Wie die Behörde am Dienstag berichtete, soll der einschlägig vorbestrafte Rostocker Ende November 2014 auf dem Stadiongelände vermummt mit Steinen auf Polizisten geworfen und sie verletzt haben.

Zudem soll er den zwei Kilogramm schweren Pflasterstein aus geringer Entfernung und aus dem Hinterhalt gegen einen Polizeibeamten geschleudert haben. Er habe dabei eine tödliche Verletzung billigend in Kauf nahm. Nur durch die massive Schutzbekleidung des Beamten seien schwerste Verletzungen verhindert worden.

Der Mann muss sich nun unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten. Er habe die Tat nicht gestanden und sitzt seit seiner Identifizierung Mitte Dezember in Untersuchungshaft. Bei den Ermittlungen war umfangreiches Videomaterial ausgewertet worden. Das Strafmaß liegt zwischen 5 und 15 Jahren. Der Vorwurf des versuchten Totschlags ist deutschlandweit ein seltener Vorwurf im Zusammenhang mit Fußballkrawallen.