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Rostock Ansturm auf den Campus

Von Dana Bethkenhagen | 26.09.2011, 06:52 Uhr

Der Start ins Studium kann holprig sein.

Das bekommt Lukas Meyer gerade zu spüren. Vor vier Tagen erhielt der 21-Jährige seine ersehnte Zulassung für das Medizinstudium in Rostock. Der anfänglichen Freude folgte jedoch Ernüchterung. "Nun muss alles ganz schnell gehen", sagt der gebürtige Bremer. Bevor in der kommenden Woche das Semester beginnt, braucht er dringend eine feste Bleibe. Dass das nicht so leicht ist, bemerkte er gestern schnell. "Ich würde gern in Zentrumsnähe eine Wohnung finden, doch das wird wohl nichts", so Meyer. Die vergangenen zwei Nächte verbrachte er in einem Hotel. Heute reist er ein vorerst letztes Mal in die Heimat, um seine Sachen zu packen.

Doch nicht nur die Wohnungssuche kann ein Stolperstein auf dem Weg zum Studium sein. Das erste Semester birgt einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Hier ein paar nützliche Tipps von denen, die aus ihren Fehlern gelernt haben:

Stundenplan nicht überfrachten:

Während es in einigen Studiengängen einen festen Stundenplan gibt, müssen Geistes- und Sozialwissenschaftler selbst einen Plan erstellen. Dabei gilt die Faustregel: Weniger ist mehr. Gerade im ersten Semester ist es wichtig, sich nicht zu viel zuzumuten. Daniel Philipp (21) ist im dritten Semester und würde sein Mathematik-Studium aus heutiger Sicht entspannter angehen.

Studien- und Prüfungsordnung lesen:

Um von Anfang an zu wissen, was welcher Dozent in welchem Modul erwartet, ist es wichtig, sich frühzeitig mit der fachgebundenen Studien- und Prüfungsordnung auseinanderzusetzen. Diese ist meist auf den Institutsseiten zu finden. Darin steht etwa, wann welches Modul in welchem Umfang studiert werden soll und wie Prüfungen angemeldet werden müssen. Die Lehramtsstudentin Andrea Oprotkawitz (22) hat im vergangenen Jahr gleich zwei Prüfungen geschrieben, die sie gar nicht ablegen musste.

Von Älteren lernen:

Jeder Student hat irgendwann im ersten Semester begonnen und kennt die Probleme zu Studienbeginn. In den Fachschaftsräten der einzelnen Institute ist daher immer Hilfe von älteren Semestern zu erwarten. Lisa Pauli (22) engagiert sich im Fachschaftsrat der Sportwissenschaftler. Gerade organisiert sie eine Rallye für die Neuzugänge und stellt sich am 4. Oktober allen Fragen.

Zeit gut einteilen:

Eine gute Organisation ist der halbe Erfolg. Wer zu Beginn des Semesters weiß, dass drei Klausuren und zwei Hausarbeiten geschrieben werden müssen, kann seine Zeit entsprechend einteilen. Eric Sperlich (21) weiß erst jetzt, nach einem Jahr des Chemiestudiums, wie viel Arbeit nötig ist, um Prüfungen gut bestehen zu können.

Freizeit nicht vernachlässigen:

Das Studium besteht nicht nur aus Vorlesungen und Bücherwälzen. Pausen vom Lernen zu machen, ist unerlässlich. Beim Hochschulsport oder den Kulturabenden, die die einzelnen Institute organisieren, lässt sich vom Studenten-Alltag abschalten. Auch das Party-Leben sollte nicht vernachlässigt werden. Das rät Christin Schmidt (24) allen Neuzugängen.