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Segeln ASVW schickt eine Nachwuchs-Crew zum Saisonfinale

Von Peter Richter | 16.10.2019, 16:25 Uhr

Die Warnemünder treffen vor der letzten Runde der 2. Bundesliga 2019 in Glücksburg eine vernünftige Entscheidung.

Der Akademische Segelverein Rostock „gibt auf“.

Zwar könnte er theoretisch am letzten „Spieltag“ der 2. Bundesliga ab Donnerstag 11 Uhr bis Sonnabend Nachmittag auf der Flensburger Förde vor Glücksburg noch Gesamtvierter werden und damit den eigentlich erhofften direkten Wiederaufstieg schaffen. Aber dafür müsste der ASVW als derzeit Sechster mit 32 Punkten beim Abschlusswettkampf im Feld der 18 Teams zwölf Plätze besser abschneiden als der Vierte Lübecker Yacht-Club (21), und der Fünfte Hamburger Segel-Club (26) ist ja auch noch da.

Nein, nach dem bisherigen Saisonverlauf ist ein solches Finale unvorstellbar. Rang 13 gleich zum Auftakt auf dem Starnberger See war ein schwerer Rückschlag, der im Grunde genommen kaum noch auszubügeln war. Die Crews von ganz oben in der Tabelle erlauben sich solch krasse „Ausreißer“ einfach nicht.

Der ASVW reagierte vernünftig und nominierte für Glücksburg um den erfahrenen Taktiker Willy Brandt (27) mit Steuermann Matthes Waak aus dem Jahrgang 1996, Ole Möller (1999) und Matthias Rummel (1997) ein Nachwuchs-Trio.

„Wir haben uns dazu entschieden, weil wir 20 Punkte vor dem Viertletzten liegen und damit nicht mehr absteigen können. Wir wollen uns ja sowieso verjüngen, und was ist da besser, als in der 2. Bundesliga zu üben und zu lernen“, sagt Teamchef Gunnar Voigt.

Der Verein sei seiner Meinung nach 2017 zu früh aufgestiegen: „Wir waren noch nicht dafür aufgestellt, um die 1. Bundesliga kontinuierlich zu gewährleisten. Und was nützt es, wenn wir es jetzt erneut schaffen und haben dann keine Leute und steigen gleich wieder ab. Deshalb bauen wir lieber aufs nächste Jahr. Wir brauchen neben Team I von Jojo (der 23-jährigen Johanna Meier – d. Red.) und den Routiniers um Alexander Willsch eine dritte Mannschaft, die sich profilieren muss“, so Voigt.

Er und der gesamte ASVW hätten „unendlich traurig“ die Nachricht zur Kenntnis genommen, dass mit Harry Kaltschmidt ihr längster treuer Unterstützer am Sonntag den Kampf gegen den Krebs verlor.