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Sukow-Marienhof Asylbewerber auf Dorffest angegriffen

Von Mathias Birsens | 19.07.2015, 16:15 Uhr

Fünf mutmaßliche Rechtsradikale greifen auf einem Dorffest in Sukow-Marienhof Asylbewerber an und gehen auf Polizisten los.

Mutmaßlich Rechtsradikale haben auf einem Dorffest in Sukow-Marienhof (Landkreis Rostock) sieben Asylbewerber bedroht und angegriffen. Insgesamt fünf Betrunkene, die „der regionalen rechten Szene angehören beziehungsweise nahestehen“ sollen, hätten die Asylbewerber in der Nacht zum Sonntag erst umringt. Dann habe einer von ihnen einem Flüchtling einen Kopfstoß versetzt, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Alarmierte Polizisten stellten sich daraufhin vor die Migranten, so dass sie von Einheimischen zu ihrer Unterkunft begleitet werden konnten. Im Anschluss gerieten die Beamten jedoch selbst in Bedrängnis, als die mutmaßlich Rechtsradikalen auf sie losgingen.

Die Polizei setzte Reizgas ein und forderte Verstärkung an. Bis diese eintraf, waren die Angreifer jedoch geflüchtet.

Bereits am Samstagabend hatte ein Mann aus einer Gruppe von sieben Betrunkenen am Warnemünder Strand eine jamaikanische Urlauberin und ihren Sohn rassistisch beschimpft. Als ein Begleiter der Frau dazwischen gehen wollte, wurde von drei Männern aus der Gruppe angegriffen und leicht verletzt. Die Täter flüchteten, als die Polizei alarmiert wurde.